Kurs in Geeste war ausgebucht: Nachbarschaftshelfende können im Herbst in Meppen einsteigen

Teilnehmende sitzen im Ratssaal Geeste an einer Tischreihe und folgen einem Vortrag
Bild: Gemeinde Geeste

Geeste. Der Kurs war voll: 15 Teilnehmende haben Anfang August im Ratssaal in Geeste den kostenlosen Qualifizierungskurs zum Nachbarschaftshelfenden abgeschlossen. Wer sich ebenfalls dafür interessiert, muss nicht bis zum nächsten Sommer warten – im Herbst bietet der Landkreis Emsland einen weiteren Kurs in Meppen an.

Veranstaltet hatte den vierstündigen Kurs am 4. August die Freiwilligenagentur gemeinsam mit dem Landkreis Emsland. Grundlage ist Paragraf 45a des elften Sozialgesetzbuchs, der die Anerkennung solcher Angebote regelt.

Stürze, Hilfsmittel und Erste Hilfe

Den ersten Block bestritt Kerstin Dziubek von der Pflegekasse der AOK Niedersachsen, zuständig für die Bereiche Geeste und Lingen. Sie stellte die Themen Stürze und Hilfsmittel vor. Gerhard Wübbe vom Fachbereich Soziales des Landkreises Emsland informierte anschließend über Aufgaben und Ziele der Nachbarschaftshelfenden. Den Abschluss machte Klaus Bruns, ehrenamtlich beim Roten Kreuz im Kreisverband Emsland tätig, mit einem Rundumblick zu Erster Hilfe und gesundheitlichen Fragen.

Zuhören zählt genauso wie der Einkauf

Ziel der Nachbarschaftshilfe ist es, dass Menschen mit Pflegegrad möglichst lange in ihrem eigenen Zuhause leben können. Was dabei als anerkanntes Angebot gilt, ist breiter gefasst, als viele vermuten: Zuhören und Vorlesen gehören ebenso dazu wie die Begleitung zum Einkauf oder Hilfe bei der Haushaltsführung.

Ehrenamt mit Aufwandsentschädigung

Die Tätigkeit ist ehrenamtlich, kann aber vergütet werden – und zwar über den monatlichen Entlastungsbetrag der Pflegekassen, den pflegebedürftige Menschen ohnehin zur Verfügung haben. Im Rahmen der Ehrenamtspauschale bleibt diese Vergütung steuerfrei.

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