
Ein Viertel der Belegschaft hat im eigenen Haus gelernt: Mit diesem Wert hat Röchling Industrial in Haren am 2. Oktober Gäste aus Berlin und Hannover empfangen. Das Unternehmen richtete die dritte Regionale Fachkräftewerkstatt des Bundesarbeitsministeriums aus, rund 80 Teilnehmende aus Politik und Wirtschaft kamen.
Ausbilden, halten, zurückholen
Florian Helmich, CSO und CTO des Harener Kunststoffspezialisten, beschrieb auf dem Podium, wie das Unternehmen seinen Nachwuchs sichert. Viele Mitarbeitende fingen dort als Auszubildende an und qualifizierten sich später im Betrieb weiter. Nicht wenige kehrten nach einem Studium oder Berufsjahren bei anderen Arbeitgebern nach Haren zurück, auch wegen der Lebensqualität im Emsland.
Was Berlin vom Emsland lernen will
Katja Mast, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, hatte sich zuvor Produktion und Ausbildung zeigen lassen. Sie sagte, für die Fachkräftestrategie wolle man gezielt mit Betrieben sprechen, die vieles gut machten. Unternehmen müssten auch in Krisen ausbilden, zudem brauche es Fachkräfte aus dem Ausland.
Mit auf dem Podium saßen Fatime Cetinkaya, Geschäftsführerin der cekaso GmbH, und Dr. Uta Biermann, Abteilungsleiterin im niedersächsischen Sozial- und Arbeitsministerium. Danach arbeiteten die Gäste in kleineren Werkstattgesprächen weiter. Die Ergebnisse sollen helfen, Netzwerke in der Region zu stärken. Themen des Tages waren Weiterbildung, Arbeitskultur, Digitalisierung und KI.
Quelle: Röchling Industrial SE & Co. KG