
Als Martin Pohlmann, 1. Stadtrat der Stadt Haselünne, am Mittwoch vor die Schülerinnen und Schüler trat, blieb es nicht bei der Theorie. Nach seinem Vortrag über Ablauf und Bedeutung der Kommunalwahl folgte ein Fragenlabor – und dort ging es um Dinge, die die Jugendlichen im Alltag beschäftigen: ob das Freibad in diesem Jahr noch öffnet, wie es um den öffentlichen Nahverkehr in der Region steht.
Der Termin war Teil der Projektwoche „Durchblick 2026 – Deine Stimme. Deine Entscheidung“, die vom 17. bis 21. August 2026 am VHS-Standort Haselünne lief. Beteiligt waren die Jahrgänge 10 und 11 des Kreisgymnasiums St. Ursula – rund drei Wochen vor der Kommunalwahl in Niedersachsen am 13. September.
Fünf Tage, fünf Themen
Jeder Projekttag hatte einen eigenen Schwerpunkt und eine eigene Gruppe von 20 bis 30 Teilnehmenden: „Wahlkampf & Wahrheit“, „Medien-Navigator“, „Wahl-Labor“, „Debattenkultur“ und „Wahlkampf-Radar“. Es ging um politische Meinungsbildung, um Desinformation und darum, wie man Informationen einordnet, bevor man sich eine Meinung bildet.
Was von der Woche bleibt
Zwei Ergebnisse überdauern die Projektwoche. Zum einen die „Haselünner Charta für demokratische Medienkompetenz 2026“ – zwei Plakate mit Grundsätzen, die die Jugendlichen selbst aufgeschrieben haben. Zum anderen eine Ausstellung, zu der jede Tagesgruppe ein Stück beisteuerte. Sie steht weiterhin in der Aula des Kreisgymnasiums St. Ursula und ist dort für die Schülerschaft zugänglich.
Getragen wurde das Projekt von MyGatekeeper in Kooperation mit der VHS Meppen und dem Gymnasium Haselünne, gefördert vom Deutschen Volkshochschul-Verband.
Quelle: Volkshochschule Meppen gGmbH