
Das erste Drittliga-Heimspiel seit dem Aufstieg hat der SV Meppen gewonnen. 8.402 Zuschauer sahen in der Hänsch-Arena ein 2:0 gegen die SG Sonnenhof Großaspach. Entschieden hat die Partie nicht die Überlegenheit, sondern die Effizienz.
Ein Heimauftakt, auf den das Emsland gewartet hat
Meppen. 8.402 Menschen kamen am Samstagnachmittag in die Hänsch-Arena. Für die 3. Liga ist das ein Wert, den viele Vereine der Spielklasse nicht erreichen, und er sagt einiges über den Stellenwert des SVM in der Region aus. Nach dem 0:3 zum Auftakt in Duisburg stand das Team unter Druck, vor dieser Kulisse etwas zu liefern. Es lieferte.
Früher Treffer nach einer Ecke
Lange mussten die Zuschauer nicht warten. Nach sechs Minuten brachte Deters eine Ecke von rechts an den ersten Pfosten, Sandro Rankic stand frei und köpfte wuchtig ins kurze Eck. Ein Standard, sauber ausgespielt, und ein Auftakt, der der Mannschaft die Nervosität nahm.
In der 58. Minute traf Luca Prasse zum 2:0. Ab da war der Sieg nicht mehr in Gefahr. Prasse hatte erst kurz zuvor den Sprung in die Startelf geschafft, er ersetzte Ehlers.
Der Unterschied lag in der Verwertung
Wer nur auf das Ergebnis schaut, verpasst, wie eng die Partie zeitweise war. Nach einer druckvollen Anfangsviertelstunde der Gastgeber kamen die Gäste immer besser ins Spiel. Rossmann verfehlte in der 13. Minute das lange Eck, und in der 25. Minute fehlten Rahn nur Zentimeter zum Ausgleich, sein Schuss aus spitzem Winkel prallte an die Unterkante der Latte.
Auch Meppen hatte Luft nach oben. Vor allem der letzte Pass stimmte oft nicht, viele Flanken segelten hinter den zweiten Pfosten. Dass ausgerechnet eine dieser missratenen Hereingaben über Umwege bei Akono landete, der Torhüter Reule zu einer Parade zwang (37.), passte zum Bild eines Spiels, in dem beide Seiten mehr Gelegenheiten hatten als Präzision.
Personalsorgen bleiben
Trainer Lucas Beniermann musste seine Elf auf drei Positionen verändern, zwei davon unfreiwillig. Kapitän Fedl hatte sich in Duisburg früh verletzt, Zenga war angeschlagen. Für beide begannen Rankic und Nadj. Dass ausgerechnet einer der Ersatzleute das erste Tor erzielte, dürfte Beniermann die kommenden Wochen etwas erleichtern.
Bei den Gästen gab es keinen Grund für Veränderungen. Großaspach war mit einem 1:0 gegen Mitaufsteiger Fortuna Köln gestartet, Trainer Pascal Reinhardt setzte auf dieselbe Elf. In Meppen reichte das nicht.
Auf einen Blick
- SV Meppen gegen SG Sonnenhof Großaspach 2:0
- Tore: Rankic (6.), Prasse (58.)
- 8.402 Zuschauer, Hänsch-Arena, Anstoß 14 Uhr
- Gelbe Karten: vier für Meppen, drei für Großaspach