Dörpen und Emden rücken enger zusammen: Bald auch Windkraftteile per Schiff

Hafenumschlag von Komponenten für die Energiewende am Nordkai in Emden bei epas
Hafenumschlag am Nordkai bei epas in Emden. Bild: EHFG

Der Hafen Dörpen wird für die Energiewende wichtiger: Ab dem kommenden Jahr sollen neben Kabeltrommeln auch weitere Teile von Windkraftanlagen aus Emden per Binnenschiff nach Dörpen gebracht und dort zwischengelagert werden. Das wurde beim zweiten Hafendialog Emden-Dörpen deutlich.

Besuch im Emder Hafen

Vertreter aus Politik und Hafenwirtschaft der Samtgemeinde Dörpen haben auf Einladung der Emder Hafenförderungsgesellschaft (EHFG) drei Hafenbetriebe besucht. Angestoßen hatte den Dialog der Landtagsabgeordnete Hartmut Moorkamp (CDU) im Februar. Bei epas am Nord- und Südkai sahen die Gäste, wie Kabeltrommeln für die Anbindung von Offshore-Windparks umgeschlagen werden. Ein Teil davon wird schon heute in Dörpen gelagert und von dort bundesweit zu Baustellen transportiert.

Zellulose für UPM seit über 40 Jahren

Noch älter ist die Verbindung über die Papierindustrie: Die Anker Schiffahrts-Gesellschaft versorgt das Werk von UPM Nordland Papier in Dörpen seit mehr als 40 Jahren vom Emder Außenhafen aus mit Zellulose, überwiegend aus Brasilien. Rund 175 Binnenschiffe mit je etwa 1.300 Tonnen fahren dafür jährlich die Ems hinauf, eine Fahrt dauert sechs bis acht Stunden. Jedes Schiff ersetzt laut EHFG 55 Lkw-Fahrten. Auch Calciumcarbonat, das die Omya GmbH in Emden umschlägt, geht per Binnenschiff in die Papierproduktion.

Verladung von Zellulose bei Anker im Emder Außenhafen. Bild: EHFG

Gegenbesuch Anfang 2027

Samtgemeindebürgermeister Hermann Wocken hat die Emder bereits zum dritten Hafendialog Anfang 2027 nach Dörpen eingeladen. Dann steht eine Besichtigung des Papierwerks auf dem Programm, des größten Arbeitgebers in Dörpen.

Quelle: Emder Hafenförderungsgesellschaft / Samtgemeinde Dörpen

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