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Faszination Lotto – bereits seit vielen Jahrzehnten ungebrochen

Als Lothar Lammers sowie Peter Weiand im Jahre 1955 den Grundstein für das heutige Lottospiel legten, konnten sie noch nicht erahnen, wie viele Menschen eines Tages Lotto spielen würden. Nach statistischen Erhebungen spielten in 2020 rund 7,27 Millionen Personen der deutschsprachigen Bevölkerung regelmäßig Lotto oder Toto. 145 Lottospieler in Deutschland durften sich im vergangenen Jahr über Gewinne von über eine Million Euro freuen. Ein Blick auf die Geschichte verdeutlicht, dass die Begeisterung von Jahrzehnt zu Jahrzehnt wuchs und ein Abwärtstrend daher nicht zu erwarten ist.

Lotto 6 aus 49 – die Spielregeln und der Ablauf in der Übersicht

Gleichwohl ein Großteil der Bevölkerung zumindest einmal im Leben einen Lottoschein ausgefüllt hat, um das Glück herauszufordern, ist einigen Menschen doch nur der Begriff geläufig. Auf einem Lottoschein befinden sich 12 Tippfelder mit jeweils 49 Zahlen. In einem Tippfeld müssen exakt 6 Zahlen angekreuzt werden, die für einen Gewinn bei einer der offiziellen Ziehungen gezogen werden müssen. Die letzte Ziffer der Spielscheinnummer ist die sogenannte Superzahl. Mit bereits 2 richtig getippten Zahlen und der korrekten Superzahl kann ein Gewinn verzeichnet werden. Die abgegebenen Lotto Tipps führen dann zum höchstmöglichen Gewinn, wenn 6 richtige Zahlen getippt und die entsprechende Superzahl gezogen wurde. Lottoscheine müssen heutzutage nicht zwingend bei einem Lottoladen abgegeben werden, sondern können auch online und damit von jedem beliebigen Ort eingereicht werden. Jeden Mittwoch um 18:25 Uhr und jeden Samstag um 19:25 Uhr werden die Lottozahlen gezogen. Bei der Abgabe des Lottoscheins ist unbedingt der Lotto Annahmeschluss zu beachten. Während der Lotto Annahmeschluss für Mittwoch auf 17:45 Uhr festgelegt wurde, sind die persönlichen Gewinnzahlen am Samstag bis 18:45 Uhr einzureichen.

Die Geschichte des Lotto 6 aus 49

Das Spiel mit dem Glück begleitet die Menschheit bereits seit zahlreichen Jahrhunderten, wenn nicht sogar Jahrtausenden. Unter anderem im Mittelalter wurden Lose auf Jahrmärkten verkauft und Glücksräder eingesetzt. Die allererste staatliche Lotterie fand jedoch von 1610 bis 1614 in Hamburg statt. Die erzielten Erlöse kamen seinerzeit einem Arbeits- und Zuchthaus zugute.

Einige Vorläufer des heutigen Lottos 6 aus 49 folgten

Am 09.10.1955 fand die erste Ziehung der Lottozahlen um 16 Uhr in Hamburg statt. Seinerzeit bewerkstelligte noch eine große Trommel aus Holz und Glas das Durchmischen der Zahlen. Die Spielformel „6 aus 49“ wurde geboren und ersetzte die Formel 5 aus 90, die zuvor hauptsächlich zur Anwendung kam und mit einer sehr hohen Anzahl von Kombinationsmöglichkeiten verbunden war. Am 17.06.1956 wurde die Zusatzzahl eingeführt, die im Mai 2013 durch die Superzahl ersetzt wurde.

Da die Zusatzzahl über die nach der Ziehung verbliebenen 43 Zahlen ermittelt wurde und die Superzahl demgegenüber aus zehn Zahlen ausgelost wird, hat sich die rechnerische Gewinnchance erhöht. Die Gewinnobergrenze wurde am 04.10.1956 auf 500.000 DM festgesetzt. Die erste Live-Übertragung der Ziehung im Fernsehen erfolgte am 04.09.1965.

Diese Tradition wurde bis 2013 bewahrt und dann durch eine Live-Übertragung im Internet ersetzt. Nach einzelnen Anpassungen in den Folgejahren fiel die Gewinnobergrenze am 01.06.1985 weg. Zum 01.01.2009 galt ein generelles Verbot von Glücksspielen im Internet, das mit Inkrafttreten einer Änderung des Glücksspielstaatsvertrags wieder rückgängig gemacht wurde. Seit diesem Zeitpunkt hat die Begeisterung für Lotto unaufhörlich zugenommen.

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