Der digitale Fortschritt beschert uns die Geldbörse Version 2.0

Ein Aufschrei ging durch die Bevölkerung, als vor wenigen Wochen die Abschaffung des 500€-Scheines zur Debatte stand. Die Resonanz war sowohl positiver als auch negativer Natur und entsprechend hatte jedes der beiden Lager seine, für sich gesehen, nachvollziehbaren Argumente.

Die Skeptiker befürchten, dass dies den ersten Schritt bis hin zur kompletten Aufhebung des Bargeldes darstellen könnte. Bestünde Geld tatsächlich eines Tages nur noch aus Nullen und Einsen, wäre man quasi den Banken ausgeliefert. Seine Ersparnisse abzuheben, um sie unter der Matratze zu bunkern, ginge dann nämlich nicht mehr. Projiziert auf die aktuelle Situation, in der die Geldhäuser Mario Draghi „sei Dank“ mittlerweile einen Strafzins von 0,4 zahlen müssen, wenn sie ihr Geld über Nacht bei der EZB parken, bedeutet dies folgendes: Wären sich alle Banken einig darin, diesen Negativzins an die Kunden weiterzugeben, müsste das persönliche Sparschwein so schlank wie möglich gehalten werden. Dies widerspricht jedoch dem Naturell sehr vieler Deutscher. Das wohl Positivste an diesem Szenario wäre die Stärkung der Konjunktur durch überdurchschnittliches Konsumieren bzw. Investieren des Einkommens.

Doch wie kommt man auf die kuriose Idee, die lila-farbene Geldnote von der Bildfläche verschwinden zu lassen? Die Argumentation der Initiatoren dieses Projektes ist so schlüssig wie simpel. Denn es haben wohl nur die Wenigsten in ihrem Leben überhaupt schon mal den besagten Schein in den Händen gehalten geschweige denn damit bezahlt. Die Gründe hierfür sind selbstverständlich so individuell wie mannigfaltig. Viele haben einen solch hohen Betrag schlicht und ergreifend gar nicht erst zur Verfügung. Andere wiederum fühlen sich aufgrund entsprechender Kriminalitätsraten unwohl mit solch einem hohen Geldbetrag im Portemonnaie.

Die meisten von uns haben sich allerdings einfach an die komfortable und nahezu überall verfügbare bargeldlose Bezahlmethode gewöhnt. Genau an dieser Stelle setzt das Geschäftsmodell einer in Rheinland-Pfalz ansässigen Firma an. Denn diesen seit bereits geraumer Zeit beobachtbaren Trend hat sich die Flux Design Product GmbH, die ihren Hauptsitz in Bad Dürkheim hat, mit einem sehr eigenständigen Produkt zunutze gemacht.

Mit ihrem I-Clip möchte das junge Unternehmen rund um Geschäftsführer Frank Mayer das Kartenmanagement, das traditionelle Geldbörsen anbieten, gänzlich revolutionieren. Beschäftigt man sich das erste mal mit dem I-Clip, ist man im ersten Moment gewillt, eine gewisse Skepsis an den Tag zu legen, ob dieses Produkt wirklich ein adäquater Ersatz für eine Brieftasche ist. Nimmt man diese innovative Erfindung jedoch genauer unter die Lupe, erkannt man recht schnell das Potential, das in ihr steckt. Denn diese modebewusste Geldbörse bietet im Inneren genügend Platz für Geldscheine und bis zu ein Dutzend Karten. Man kann also die wichtigsten Karten für den Alltag – sei es der Personalausweis, die Krankenversicherungskarte, der Führerschein oder natürlich Karten zum Bezahlen von Waren und Dienstleistungen – sicher und bequem deponieren.

Sicherheit wird nicht vernachlässigt

DVintage collection Grau Blackie anfängliche Angst, die Karten könnten unbemerkt herausfallen, verflüchtigt sich recht schnell, da die Klammer entsprechend straff eingestellt ist. Ebenso erweist sich die Sorge, dass sich der seitlich angebrachte Druckknopf lösen und das Bargeld zu Tage fördern könnte, als absolut unbegründet. Per Knopfdruck auf die im Leder eingefasste Applikation mit dem ästhetischen „I-Clip“ Schriftzug arretiert die Vorrichtung genau so, wie man es von ihr erwartet und lässt sich auch nur unter Anwendung eines gewissen Druckes wieder lösen. Man merkt sofort, dass die Erfinder dem Punkt „Sicherheit der Zahlungsmittel“ eine sehr hohe Priorität eingeräumt haben. Woran man sich jedoch in diesem Kontext erst gewöhnen muss, ist das sehr geringes Leergewicht von 18 g. Dank seiner kompakten Maße von 6 x 9 cm passt es in die kleinste Tasche, allerdings ist man sich aufgrund des Gewichtes nicht immer bewusst, dass man es bei sich hat. Von vielen wird dies bestimmt als Pluspunkt gewertet, von anderen wiederum, die für eine gewisse gewichtige Präsenz in der Hosentasche plädieren, könnte dies ein Manko darstellen. Vielleicht könnte diesbezüglich die angebotene Produktpalette nachgebessert und der zuletzt genannten Zielgruppe künftig eine entsprechend schwerere Variante angeboten werden.

In Anbetracht des günstigen Preises könnte man meinen, dass man in puncto Qualität nicht allzu viel erwarten darf. Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Schon beim ersten Gebrauch wird man positiv überrascht. Die Wahl der hochwertigen Materialien spiegelt sich in der außerordentlich guten Haptik wider. Die Klammer und der Rahmen bestehen aus einem hochentwickelten, dauerelastischen High-Tech-Kunststoff, der unter anderem auch im Airbus A380 zum Einsatz kommt. Wegen der Robustheit des Materials und der 2-jährigen Entwicklungszeit am Kunststoff und der Geometrie verspricht der Hersteller eine enorme Haltbarkeit. So kann man die Spitze der Klammer um 4 cm spreizen und plötzlich loslassen, damit diese auf das Gehäuse knallt, ohne irgendwelche negativen Beeinträchtigungen befürchten zu müssen. Und auch wenn man dies tagtäglich wiederholt, hält die Klammer die Spannung und leiert keineswegs aus.

Leder Maschine 2Des Weiteren wird für den Umschlag des I-Clips ausschließlich echtes und hochwertiges Leder verwendet. Hierbei ist es für die Entwickler eine Herzensangelegenheit, dass die artgerechte Tierhaltung und der Artenschutz allerhöchste Priorität genießen. Die „Spender“ dieser Ressource sind beispielsweise handverlesene Bergrinder aus Österreich. Um einen hohen Standard zu gewährleisten, legt man bei der Auswahl des Leders höchsten Wert auf einen modernen und ökologischen Gerbprozess.

Leder RohlingeDas Ausstanzen der Rohlinge sowie deren Weiterverarbeitung und die letztendliche „Hochzeit“ mit dem Gehäuse findet inhouse statt, so dass man durchaus von einer hohen Fertigungstiefe sprechen kann. Dieses preisbewusste Gadget wird somit dem Prädikat „made in Germany“ und den damit assoziierten Qualitätsstandards mehr als gerecht.

Design setzt Maßstäbe

Das äußere Erscheinungsbild ist wohl die Paradedisziplin überhaupt. Der I-Clip ist in einer Vielzahl an Farben und verschiedenen Lederarten erhältlich. Von der sportlichen Carbon-Optik, dem eleganten Nachtblau, verschiedenen dezenten Schwarztönen oder doch flippigeren Farben wie rot, fuchsia, purple oder opal, vom „normalen“ Rindsleder über Hirschleder oder gar Straußenfuß leder, dieses absolut modebewusste und facettenreiche Accessoire bedient definitiv jeden Geschmack, jeden Anlass und mit seinen Preisen von 27,95€ – 59,95€ auch jeden Geldbeutel. Diese Vielfalt rechtfertigt auch durchaus den Kauf mehrerer Modelle, um immer perfekt gestylt aus dem Haus zu gehen.

Vielfalt 2Beim Bezahlvorgang leistet das puristisch anmutende Design ganze Arbeit als Eyecatcher. Jedes mal, wenn man seinen I-Clip zückt, erntet man interessierte bis neidische Blicke aus seiner Umgebung. In solchen Situationen passiert es nicht selten, dass man daraufhin angesprochen wird. So hat es also sogar einen positiven Einfluss auf die Bildung neuer sozialer Kontakte. Und welches traditionelle Portemonnaie kann das schon von sich behaupten? Dieses Gadget bricht mit Konventionen und das geht auch an den Menschen, die dessen Einsatz bewusst oder unbewusst beobachten, nicht spurlos vorüber. Typische Einstiegsfragen sind: „Wow, was ist denn das?“ oder „Cool, wo ist es erhältlich?“ Auch sein Äußeres erfüllt also mehrere, sehr praktische und „gewinnbringende“ Zwecke.

Bedienbarkeit im Alltag

Der I-Clip hat also in den bisherigen Kategorien überzeugt, aber wie sieht es mit der Handhabbarkeit im täglichen Gebrauch aus? Und auch in dieser Disziplin weiß es zu glänzen. Im Gegensatz zu vergleichbaren Produkten verfügt dieses über ein sehr großes Fenster. Diese Tatsache macht es kinderleicht, die benötigte Karte präzise auszuwählen und zielgerichtet heraus zu ziehen. Im Anschluss an den Gebrauch der Karte ist deren Platzierung an die ursprüngliche Stelle genau so komfortabel und schnell durchführbar.

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist die Kompatibilität mit beiden Bezahlarten. Denn egal ob eine Kartenzahlung oder in bar gewünscht wird, ist man mit dem I-Clip immer bestens aufgestellt. Es vereint somit die Vorteile eines reinen Kartenetuis und der typischen Geldklammer, ohne dabei jedoch proletenhaft zu wirken, da die Banknoten im Inneren verborgen liegen wie bei einer Geldbörse. Understatement ist in diesem Kontext also kein Fremdwort. Diese Multifunktionalität beherbergt aber auch einen kleinen, aber erwähnenswerten Nachteil. Nutzt man den I-Clip ohne Geldscheine, drückt sich die Klammer durch das Leder und zeichnet sich recht schnell an dessen Oberfläche ab. Man ist also quasi gezwungen Bargeld mitzuführen, um die Optik zu wahren und keine unästhetischen Dellen im Leder zu riskieren. Um an dieser Stelle den Titel wieder aufzugreifen, lässt sich also feststellen, dass in diesem Produkt die Digitalisierung zwar Einzug hält, es aber trotzdem nicht gänzlich ohne die Tradition auskommt. Man muss sich jedoch an die Tatsache gewöhnen, dass Münzgeld z.B. in der Hosentasche mitgeführt muss, da im I-Clip kein Platz dafür vorgesehen ist. Da man es dort im Vergleich zu einer Geldbörse allerdings sowieso schneller parat hat, fällt dieses Argument kaum ins Gewicht.

Fazit

Der I-Clip ist ein innovatives Produkt und lässt sich ganz wunderbar in den Alltag integrieren. Flux Design Products GmbH macht „made in Germany“ zu einem bezahlbaren Vergnügen, ohne dabei Kompromisse bei der Verarbeitungsqualität, der Auswahl der eingesetzten Materialien oder dem Design einzugehen. Für einen überschaubaren Preis erhält man ein sehr stylisches Accessoire, das als Kartenetui und Geldklammer in einem fungiert und trotz seines gelebten Understatements zahlreiche neugierige Blicke erntet. Eine absolute Kaufempfehlung kann also ohne wirkliche Abstriche ausgesprochen werden. Die Modebewussten unter uns, die an einem kleinen Statussymbol interessiert sind, um sich von der Masse abzuheben, kommen nicht umher, sich mindestens einen I-Clip anzuschaffen.