Lebendiges Netzwerkforum: Über 200 Gäste informierten sich an den Messeständen der Frauen-Business-Tage im IHK-Foyer über regionale Frauennetzwerke.

Lebendiges Netzwerkforum: Über 200 Gäste informierten sich an den Messeständen der Frauen-Business-Tage im IHK-Foyer über regionale Frauennetzwerke.

Gemeinschaftsveranstaltung stärkt die berufliche Vernetzung von Frauen

Besuch am Messestand: IHK-Präsident Martin Schlichter

Besuch am Messestand: IHK-Präsident Martin Schlichter

Groß genug, um das eigene berufliche Netzwerk vielfältig zu erweitern. Aber auch überschaubar genug, um Raum zu geben für persönliche Begegnungen und Gespräche: Das sind die „Frauen-Business-Tage in der IHK“, die in der vergangenen Woche zum vierten Mal stattfanden. Jährlich wachsend, nahmen dieses Mal über 200 Frauen mit unterschiedlichsten beruflichen Biografien an dem IHK-Angebot von Diskussionen und Vorträgen teil. Ein Aspekt, der den Veranstaltern besonders wichtig ist: „Wir möchten einen Austausch fördern und die Frauen ermutigen, sich noch stärker als bisher für Themen wie die Selbstständigkeit oder Karrierewege zu begeistern“, sagt IHK-Präsident Martin Schlichter, der die dreitägige Veranstaltung eröffnete. In seiner Ansprache machte er deutlich, dass immer noch eine Lücke besteht, wenn es um das Interesse an Gründung und eine spätere tatsächliche Umsetzung geht: „42 % aller Gründungsgespräche führen die bundesweiten IHKs mit Frauen. Der Anteil von Unternehmen, die später tatsächlich von Frauen gegründet werden, liegt aber weiterhin bei nur rund 30 %.“ Gehe es um Frauen an der Spitze eines Unternehmens, steige der Frauenanteil bereits kontinuierlich: „Der Anteil von Frauen in Führung lag in den Unternehmen der Region im Vorjahr bei 23,6 %. 2014 betrug er erst 18,7 %.“ Schlichter hob als zentrale Voraussetzung für den beruflichen Aufstieg von Frauen eine möglichst kontinuierliche Erwerbsbeteiligung hervor. Die IHK fordert deshalb in ihren wirtschaftspolitischen Positionen einen Rechtsanspruch auf einen Ganztagsschulplatz.

IHK-Präsident Martin Schlichter eröffnete die dreitägigen Frauen-Business-Tage.

IHK-Präsident Martin Schlichter eröffnete die dreitägigen Frauen-Business-Tage.

Wie sich berufliche Wege gestalten lassen, das war Thema einer Podiumsdiskussion zum Auftakt der „Frauen-Business-Tage in der IHK“. Für die Gäste gab es dabei die Chance, die Perspektiven von Neugründerinnen am Beginn der beruflichen Selbstständigkeit kennenzulernen, als auch die von Unternehmerinnen mit umfangreicher Personalverantwortung. Einer der Tipps ans Auditorium: Neue Ideen kontinuierlich zu sichten, aber sich dann wirklich auf das zu fokussieren, was Erfolg versprechend ist und Freude macht. Wie dies am besten gelingen kann, damit befassten sich jeweils einstündige Vorträge, in denen u. a. Instrumente des Online-Marketings vorgestellt oder Chancen durch die Digitalisierung aufgezeigt wurden, in denen es aber auch um souveräne Auftrittstechniken oder die Frage „Habe ich mein Unternehmen im Griff?“ ging.

Podiumsdiskussion mit (v.l.) Valeska Hurtzig (Wendt Maschinenbau GmbH & Co. KG, Georgsmarienhütte), Stefanie Ludwig (Kostümwerkstatt, Hagen a.T.W.) Regina Moser (selbstständige Übersetzerin), Theresa Dukat (Logopädin) und Hille Gruse (BUS GmbH).

Podiumsdiskussion mit (v.l.) Valeska Hurtzig (Wendt Maschinenbau GmbH & Co. KG, Georgsmarienhütte), Stefanie Ludwig (Kostümwerkstatt, Hagen a.T.W.) Regina Moser (selbstständige Übersetzerin), Theresa Dukat (Logopädin) und Hille Gruse (BUS GmbH).

An allen drei Tagen der Veranstaltung stellen sich im IHK-Foyer regionale Frauennetzwerke vor. Darunter das des Osnabrücker Unternehmerinnen-Treffs und des Unternehmerinnen-Stammtisches, der Koordinierungsstelle Frau und Betrieb sowie der BUS GmbH, der HWK und der IHK.

Weitere Informationen: www.osnabrueck.ihk24.de (135608)