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Gegen den Klub der eigenen Jugend: Fünf Speller mit VfL-Vergangenheit erwarten Osnabrück

Jost Krone vom SC Spelle-Venhaus links im Zweikampf um den Ball
Jost Krone (l.) im Zweikampf. Bild: Uli Mentrup

Spelle. Wenn am Dienstag um 19 Uhr der VfL Osnabrück zum Test ins Getränke Hoffmann Stadion kommt, steht auf Speller Seite eine ganze Reihe von Leuten, für die das mehr ist als ein Vorbereitungsspiel. Innenverteidiger Jost Krone hat von der U11 bis zur U19 beim VfL gespielt. Torwart Bernd Lichtenstein und Adrian Lenz wurden dort ebenfalls ausgebildet. Und im Umfeld des Vereins reicht die Verbindung noch weiter.

Krone, inzwischen 21 Jahre alt und seit 2024 beim SCSV, studiert in Osnabrück Wirtschaftsinformatik – und ist dem Verein treu geblieben, auch als Zuschauer: „Ich bin dort häufiger im Stadion. Es ist immer voll, da ist immer gute Stimmung.“ Sein sportliches Highlight in der VfL-Jugend war der Aufstieg in die A-Junioren-Bundesliga.

Drei ehemalige Mitspieler stehen im Zweitligakader

Mit gleich drei Profis aus dem aktuellen Osnabrücker Aufgebot hat Krone zusammengespielt: Ismail Badjie, Bernd Rießelmann und Luca Böggemann. Rießelmann traf er erst am Freitagabend wieder, beim Speller Punktspiel in Lohne.

Vor Badjie hat er Respekt: Im Eins-gegen-eins sei es gegen den wendigen Angreifer immer schwer gewesen. „Auf dem Flügel ist er ein überragender Spieler.“ In der Osnabrücker Defensive imponiert ihm Innenverteidiger Jannik Müller. Gegen einen Zweitligisten zu testen sei ohnehin etwas Besonderes, sagt Krone – und dann auch noch „gegen einen Verein, bei dem man so lange in der Jugend gespielt hat. Das ist ein schönes Gefühl.“

Auch die Führungsebene hat eine Osnabrück-Geschichte

Die Verbindung endet nicht beim Kader. Wolfgang Schütte, heute im Leitungsteam der Speller Fußballer, war rund 14 Jahre beim VfL aktiv – als Spieler und Co-Trainer, zehn Jahre davon an der Seite von Joe Enochs. Und Enochs arbeitet inzwischen selbst in Spelle, als Direktor Fußball. Christof Rekers, Förderer des SCSV, stand zehn Jahre als Torwart für den VfL zwischen den Pfosten, im Jugend- wie im Seniorenbereich.

Trainer Henry Hupe war ebenfalls schon einige Male Zuschauer an der Bremer Brücke: „Gegen Osnabrück zu spielen, hat immer seinen Reiz.“ Den VfL-Neuzugang Jonathan Wensing, der aus Meppen kam, kennt er aus seiner Zeit als Co-Trainer von Tobias Harink im Nachwuchs von Preußen Münster. Wensing fehlt allerdings verletzt.

Einsatzzeit für die zweite Reihe

Sportlich nutzt Hupe den Termin, um Spielern Minuten zu geben, die zuletzt wenig zum Zug kamen. „Das werden wir aufteilen“, kündigt er an. Anspruch bleibt trotzdem die bestmögliche Leistung und das bestmögliche Resultat. Die Partie sei die Chance, „uns auf einem sehr hohen Niveau weiterzuentwickeln“.

Beim Gast könnte Daniel Kofi Kyereh seine Premiere geben – der zuletzt verpflichtete Mittelfeldspieler arbeitet nach langer Verletzungspause an seinem Comeback. Der VfL ist als Drittliga-Meister aufgestiegen und mit zwei Niederlagen in die 2. Bundesliga gestartet: 3:4 in Heidenheim, 1:3 gegen Magdeburg.

  • Anstoß: Dienstag, 19 Uhr, Getränke Hoffmann Stadion
  • Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 5 Euro für Dauerkarten-Inhaber, Rentner, Schüler, Studenten und Menschen mit Behinderung
  • Bis 14 Jahre: freier Eintritt

Mehr zum Speller Saisonstart und zur Woche mit zwei Spielen steht in unserem Bericht vom Sonntag.

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