Pflege-Modellprojekt startet im Emsland und in der Grafschaft Bentheim

Zum 1. September 2026 starten Emsland und Grafschaft Bentheim als erste Landkreise Niedersachsens ein „Gemeinsames Modellvorhaben“ für die Pflege. Das Land Niedersachsen hat den Bewilligungsbescheid erteilt, wie das Sozialministerium mitteilt.
Individuelles Fallmanagement für Pflegebedürftige
Kern des Projekts ist eine „sorgende Gemeinschaft“, in der ehrenamtliche Hilfe und professionelle Pflege zusammenspielen. Betroffene bekommen künftig eine feste Ansprechperson, die die verschiedenen Angebote koordiniert – von Haus- und Facharztpraxen über Krankenhäuser bis zu Sozialdiensten und ehrenamtlicher Unterstützung.
Fast zwei Millionen Euro für beide Kreise
Für die Grafschaft Bentheim stehen rund 785.000 Euro an Fördermitteln bereit, für das Emsland rund 946.000 Euro – finanziert von Land und Pflegekassen zunächst bis Ende 2028, mit der Option auf eine Verlängerung bis 2029.
Aufbau auf dem ReKo-Projekt
Beide Kreise hatten schon nach dem 2019 gestarteten Modellprojekt „Regionales Pflegekompetenzzentrum“ (ReKo) ein dezentrales Fallmanagement bei den Senioren- und Pflegestützpunkten eingerichtet. Laut den Landräten Uwe Fietzek (Grafschaft Bentheim) und Marc-André Burgdorf (Emsland) profitieren potenziell mehr als 11.000 Pflegebedürftige in der Grafschaft Bentheim und rund 25.750 im Emsland – mehr als die Hälfte davon wird bislang ausschließlich von Angehörigen zu Hause versorgt. Nach Auslaufen der Förderung aus dem Innovationsfonds hatten die Kommunen die dezentralen Strukturen zunächst vorübergehend aus eigenen Mitteln finanziert.
Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung
