Tierpark Nordhorn: Warum für jedes Tier ein ganzes Team arbeitet

Tierpfleger kennt jeder Zoobesucher. Doch im Tierpark Nordhorn sorgen fast 200 Beschäftigte für die Tiere, darunter eine Tierärztin, Kuratoren, Gärtner, Handwerker und Zoopädagogen. Zum Welttierschutztag und International Zookeeper Day am heutigen 4. Oktober stellt der Tierpark die Berufe hinter den Kulissen vor.
Erst hinschauen, dann füttern
Für Tierpfleger Tom ten Tusscher beginnt der Arbeitstag um acht Uhr am Geierfelsen, dem gemeinsamen Gehege von Sibirischen Steinböcken, Gänsegeiern und Waldrappen. Seine wichtigste Aufgabe: beobachten, ob jedes Tier gefressen hat, sich normal bewegt und aufmerksam ist. Nach 20 Jahren im Tierpark sagt er: „Ich sehe schon am Verhalten des Tiers, ob etwas nicht stimmt.“
Gärtner sorgen auch für Igel und Fledermäuse
Tierärztin Dr. Heike Weber übernimmt Vorsorge und Impfungen. Kuratoren arbeiten über den eigenen Zoo hinaus in europäischen Zuchtprogrammen für bedrohte Arten mit und entscheiden mit, wie Gehege aussehen. Die Werkstatt baut Klettermöglichkeiten und Rückzugsorte, die Gärtner pflegen Bäume und Grünanlagen und schaffen dabei Lebensraum für wilde Tiere wie Igel, Fledermäuse und Insekten. In der Zooschule lernen Kinder und Erwachsene, was Tiere brauchen.

Zoodirektor Dr. Nils Kramer fasst es so zusammen: „Tierwohl entsteht nicht auf dem Papier, sondern wird jeden Tag gelebt.“ Dazu gehörten neben Tierpflege und Tiermedizin auch Gärtnerei, Werkstatt, Zoopädagogik, Verwaltung und „das erste Lächeln an der Kasse“.
Quelle: Tierpark Nordhorn


