Wo braucht die Region Wasserstoff? Studie für Emsland und Grafschaft gestartet

Das Wasserstoff-Kernnetz wird quer durch die Region führen, doch längst nicht jedes Gewerbegebiet liegt in seiner Nähe. Wie auch diese Betriebe künftig an Wasserstoff kommen könnten, untersuchen die Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim jetzt in einer gemeinsamen Studie. Den Förderbescheid dafür hat Landesbeauftragter Nikolaus Jansen in Nordhorn übergeben.
19 Anschlusspunkte an das Kernnetz geplant
Ausgangspunkt sind die 19 sogenannten T-Stücke, über die Emsland und Grafschaft an das Kernnetz angeschlossen werden sollen. Jansen nannte sie einen ersten Aufschlag, die Studie sei die logische Fortsetzung. Die „Regionale H2-Infrastrukturen – Chancen- und Machbarkeitsanalyse“ soll bis Sommer 2027 zeigen, wo in den beiden Landkreisen Bedarf an Wasserstoff entsteht und wie er gedeckt werden kann, per Anschluss ans Kernnetz oder auf anderem Weg. Martina Kruse, Leiterin der Wirtschaftsförderung im Emsland, erhofft sich Perspektiven für Unternehmen und Kommunen gleichermaßen.
Betriebe können bis Ende Oktober mitmachen
Grundlage sind die Angaben der Unternehmen. Bis Ende Oktober 2026 läuft dazu eine Online-Umfrage unter h2-region-emsland.de/bedarfsabfrage-zukunftsperspektiven. Abgefragt werden Energiebedarfe heute und in Zukunft, denkbare Einsätze von Wasserstoff und Hindernisse beim Umstieg. Teilnehmen sollen auch Firmen, die sich mit Wasserstoff bisher nicht beschäftigt haben.
Partner sind neben den Landkreisen die Energy Hub Emsland Entwicklungsgesellschaft. Die rund 132.000 Euro teure Studie wird aus dem Landesprogramm „Zukunftsregionen in Niedersachsen“ und mit kommunalen Mitteln aus dem Zukunftsfonds Ems-Vechte bezahlt.
Quelle: Landkreis Grafschaft Bentheim


