Nordhümmling

Esterwegen: Zwei Journalisten erzählen, wie sie Ossietzky zurück ins Emsland holten

Historisches Foto von 1969: Mitglieder des Demokratischen Clubs Papenburg meißeln an einem Gedenkstein auf der Begräbnisstätte Esterwegen
Juli 1969: Mitglieder des Demokratischen Clubs Papenburg am Gedenkstein auf der Begräbnisstätte Esterwegen. Bild: Hermann Vinke, Archiv der Gedenkstätte Esterwegen

Die Gedenkstätte Esterwegen wird 15 Jahre alt und lädt aus diesem Anlass am Sonntag, 1. November, um 15 Uhr zu einem Vortrag ein. Zu Gast sind Gerhard Kromschröder und Hermann Vinke, die als junge Redakteure dafür sorgten, dass die Emslandlager und Carl von Ossietzky nicht aus dem Gedächtnis der Region verschwanden. Der Eintritt ist frei.

Berichte, die Ärger brachten

In den 1960er Jahren arbeiteten die beiden bei der „Ems-Zeitung“. Gegen erheblichen Widerstand vor Ort berichteten sie immer wieder über die 15 Lager der NS-Zeit im Emsland und in der Grafschaft Bentheim und über den Friedensnobelpreisträger, der in Esterwegen inhaftiert war. Ihre Arbeitsplätze kostete sie das. Unter dem Titel „Carl von Ossietzkys Rückkehr ins Emsland“ erzählen sie nun, wie die Region damals mit ihrer Vergangenheit umging.

Wo Ossietzky heute seinen Platz hat

Seit Oktober 2011 erinnert auf dem Gelände des ehemaligen KZ die Gedenkstätte an die Häftlinge, Ossietzky eingeschlossen. Die Leiter Dr. Sebastian Weitkamp und Dr. Martin Koers verstehen ihn als Warnung an alle, die heute die Demokratie angreifen.

Landrat Marc-André Burgdorf und Landrat a. D. Hermann Bröring, unter dem die Gedenkstätte eingerichtet wurde, sprechen Grußworte. Nach dem Vortrag geht es im Café der Gedenkstätte bei Kaffee, Tee und Kaltgetränken weiter. Adresse: Hinterm Busch 1, Esterwegen.

Quelle: Stiftung Gedenkstätte Esterwegen

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