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Atommüll-Endlager: Freren und Spelle bleiben weiter im Suchraum

Geschichtete Gesteinsformation mit dunklen und hellen Lagen
Symbolbild: Simon / Unsplash

Für die Samtgemeinden Freren und Spelle ist die Endlagerfrage noch nicht vom Tisch. Zwei Tongesteinsvorkommen in ihrem Gebiet gehören zu den vier emsländischen Flächen, die die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) weiter als mögliche Standorte für hochradioaktiven Atommüll prüft.

Insgesamt hatte die BGE im Landkreis Emsland zehn Teilgebiete untersucht. Nach ihrem neuen Arbeitsstand, veröffentlicht am Dienstag, 27. Oktober 2026, fallen sechs davon heraus. Neben den beiden Tonvorkommen im Süden des Kreises bleiben der Salzstock Wahn und ein weiteres Tongebiet im mittleren Emsland übrig. Dieses liegt zwischen Meppen, Haselünne, Lingen (Ems) und Geeste.

Weniger als fünf Prozent der Bundesfläche

Bundesweit hat die BGE die Suche mit diesem Zwischenstand deutlich eingegrenzt: Im Fokus steht nur noch weniger als ein Zwanzigstel der Fläche Deutschlands. Im September 2020 hatte die BGE noch 90 Teilgebiete benannt, die rund die Hälfte des Bundesgebiets abdeckten. Verbindlich ist die neue Einstufung allerdings nicht. Die verbliebenen Gebiete können in weiteren Prüfschritten noch ausscheiden.

Ende 2027 will die BGE wenige Standortregionen vorschlagen. Nach einer Prüfung durch das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung entscheidet der Bundestag, welche Regionen in Phase II von der Oberfläche aus erkundet werden.

Kreis lässt eigenes Gutachten erstellen

Beim Landkreis Emsland ist die Erleichterung begrenzt. Landrat Marc-André Burgdorf begrüßt, dass sich die Zahl der Teilgebiete im Kreis verringert hat, hält aber an der grundsätzlichen Ablehnung fest. Ein Endlager für Atommüll will der Landkreis im Emsland nicht haben.

Um mitreden zu können, setzt der Kreis auf eigene Fachleute. Schon seit Jahren bewertet das Öko-Institut im Auftrag des Landkreises die Arbeitsstände der BGE. Bis Jahresende soll zusätzlich ein weiterer Dienstleister beauftragt werden, die geologische Eignung der vier verbliebenen Gebiete in einem Fachgutachten zu untersuchen. Die bisherigen Unterlagen stellt der Landkreis auf seiner Internetseite zur Endlagersuche bereit. Die Karte mit allen Bewertungen der BGE ist im BGE Endlagersuche Navigator abrufbar.

Quelle: Landkreis Emsland

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