Emsbüren: Paus-Werk wird Bühne für Rüstung als Chance des Mittelstands

Aufträge unter 432.000 Euro sind der einfachste Weg in den Rüstungsmarkt. Das war eine der praktischen Erkenntnisse beim Industrie-Dialog von IHK und Industriellem Arbeitgeberverband (IAV) in der Hermann Paus Maschinenfabrik in Emsbüren. Rund 60 Unternehmer hörten dort, welche Chancen Verteidigung und Sicherheit für den regionalen Mittelstand bieten.
Unterhalb der EU-Schwelle ist es einfacher
Im Gespräch mit Guido Remme (ZF Friedrichshafen) und Miriam Stahlberg vom Beschaffungsamt der Bundeswehr wurde deutlich, wo es hakt: strenge Sicherheitsauflagen und komplexe Vorschriften. Bei Aufträgen unter dem EU-Schwellenwert gelten einfachere Vergaberegeln, deshalb raten die Fachleute dort zum Einstieg.
Zivil und militärisch nutzbar
Prof. Dr. Stefan Bayer (German Institute for Defence and Strategic Studies, Hamburg) zeigte auf, welche Rolle Dual-Use-Technologien spielen, die in beiden Welten gebraucht werden. Dr. Joachim Algermissen (Unternehmerverbände Niedersachsen) warb für das Rüstungscluster Niedersachsen, dem sich laut ihm schon über 600 Akteure angeschlossen haben.
Wachstum, wo anderswo die Nachfrage fehlt
Franz-Josef Paus, Vizepräsident der IHK, und Stefan Delkeskamp, stellvertretender IAV-Vorstandsvorsitzender, riefen die Betriebe auf, ihre Möglichkeiten im Verteidigungssektor zu prüfen. Die Veranstalter rechnen mit Verteidigungsausgaben von bis zu 200 Milliarden Euro im Jahr. Für Firmen, deren angestammte Märkte schwächeln, könne das neue Wachstumschancen eröffnen.
Informationen gibt es bei der IHK unter 0541 353-255 und auf ihk.de/osnabrueck/industrie-ist-zukunft.
Quelle: IHK Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim


