Umwelt & Gesundheit

Alle zwei bis drei Tage ein Datensatz: Krankenhausgesellschaft will Kliniken von Meldepflichten befreien

Porträt von Helge Engelke in dunklem Anzug mit roter Krawatte
NKG-Verbandsdirektor Helge Engelke. Bild: NKG

Fallzahlen, Personal, Qualitätssicherung, Finanzkennzahlen: Rund 130 Mal im Jahr müssen Krankenhäuser in Niedersachsen Daten an Behörden und andere Stellen melden, auch die Kliniken im Emsland. Die Niedersächsische Krankenhausgesellschaft (NKG) fordert, diesen Aufwand deutlich zu reduzieren.

Personal fehlt an anderer Stelle

Rechnerisch ist alle zwei bis drei Tage eine Meldung fällig, bei Versäumnissen drohen teils Sanktionen. Die Zeit, die dafür draufgeht, fehle in den Häusern an anderer Stelle, argumentiert der Verband. Viele Angaben würden zudem doppelt verlangt: erst unterjährig, dann noch einmal in den Jahresmeldungen.

NKG-Verbandsdirektor Helge Engelke verlangt deshalb eine Bestandsaufnahme, wer welche Daten wann wirklich benötigt. Was ohne belegbaren Nutzen abgefragt werde, solle wegfallen, vorhandene Daten sollten mehrfach genutzt werden.

Forderung an den Bund

Die NKG erwartet, dass die Bundesregierung das angekündigte Bürokratierückbaugesetz zügig vorlegt und einen einheitlichen Minimaldatensatz für die Kliniken einführt. „Es darf diesmal nicht bei Lippenbekenntnissen bleiben“, sagt Engelke. Ende September 2026 hatte die NKG gemeinsam mit Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi bereits dieselbe Forderung an den Bund gerichtet.

Quelle: Niedersächsische Krankenhausgesellschaft (NKG)

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