Nordhorner Bahnhof: Was nach dem Bundespreis noch kommt

Mehr Radstellplätze, ein neuer Bahnsteigzugang im Westen und Echtzeitanzeigen: Am Nordhorner Bahnhof geht der Ausbau weiter. Rückenwind gibt ein Bundespreis, den die Stadt am 14. Oktober in Bonn erhalten hat.
Ausgezeichnet wurde Nordhorn im Bundeswettbewerb „Anschlüsse gestalten. Mobil in ländlichen Räumen“. Gewürdigt wurde die Gesamtplanung, mit der die Stadt das Bahnhofsumfeld rund um die Reaktivierung der Bahnstrecke neu geordnet hat. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert, Stadtbaurätin Milena Schauer nahm ihn entgegen. Bundesweit wurden 20 Projekte prämiert.
Bahnhof gewinnt an Gewicht, wenn die Züge bis Coevorden fahren
Für 2027 ist die Verlängerung der Personenzüge in die Niederlande geplant. Bis dahin will die Stadt zusätzliche Fahrradparkplätze schaffen, darunter eine abschließbare Anlage, einen weiteren Zugang zu den Bahnsteigen von der Westseite bauen und ein System einrichten, das Fahrgäste in Echtzeit über Busse und Bahnen informiert.
Vom Busbahnhof bis zur NINO-Brücke
Die Grundlage legte die Stadt schon vor 2019, als wieder Personenzüge zwischen Bad Bentheim und Neuenhaus fuhren. Ein Entwicklungskonzept und ein Radverkehrskonzept gaben Stadt, Landkreis und Bentheimer Eisenbahn eine gemeinsame Richtung, umgesetzt wurde in Etappen. Der Busbahnhof rückte bereits 2012 an den Bahnhof. Später folgten die NINO-Brücke, ein geschützter Radstreifen an der Denekamper Straße, eine zusätzliche Querung des Stadtrings und in diesem Jahr die Ladestraße hinter dem Bahnhof mit direktem Weg zu den Berufsbildenden Schulen. Heute stehen dort mehr als 130 Radstellplätze, 105 Autostellplätze, Carsharing und Ladesäulen zur Verfügung.
Quelle: Stadt Nordhorn


