Wietmarschen: IHK-Ausbildungsexperten beraten über KI im Unterricht und Berufswahl am Gymnasium

Wietmarschen. Zu Gast bei der 3P Services GmbH & Co. KG in der Grafschaft Bentheim hat der Berufsbildungsausschuss der IHK Osnabrück, Emsland, Grafschaft Bentheim bei seiner jüngsten Sitzung zwei Themen beraten: den Einsatz von Künstlicher Intelligenz an berufsbildenden Schulen und die Berufsorientierung an Gymnasien.
Gastgeber im Grafschafter Betrieb
Diesmal war das Unternehmen 3P Services in Wietmarschen Gastgeber der Sitzung. Im Gremium arbeiten Vertreter der Arbeitgeber, der Arbeitnehmer und der berufsbildenden Schulen ehrenamtlich zusammen. Sie werden in allen wesentlichen Fragen der beruflichen Bildung beteiligt und wirken auf deren stetige Qualitätsentwicklung hin.
Wie KI in den Berufsschulunterricht kommt
Zur KI im Unterricht berichtete Jörg Michal vom Niedersächsischen Kultusministerium. Schon in der vorangegangenen Sitzung hatte sich der Ausschuss mit den Folgen der KI für die berufliche Bildung beschäftigt und mit Schulvertretern zentrale Handlungsbedarfe herausgearbeitet. Gefordert werden eine Digitalisierungs- und KI-Strategie, die auf die duale Ausbildung passt, mehr Entscheidungsspielraum samt eigenen Budgets für digitale Anwendungen und eine laufende Weiterbildung der Lehrkräfte. Das Ziel: KI soll im Unterricht praxisnah eingesetzt werden, damit Auszubildende auf den veränderten Berufsalltag vorbereitet sind.
Berufsorientierung: Was Gymnasiasten fehlt
Den zweiten Block gestaltete Nils Fischer, Schulleiter des Osnabrücker Gymnasiums „In der Wüste“. Er beschrieb, welche Hürden die Berufsorientierung am Gymnasium hat, und zeigte Wege zu einer praxisnahen Vorbereitung. Aus einer schulinternen Befragung an seinem Gymnasium geht hervor, dass sich nur 37 Prozent der befragten Jugendlichen bei der Berufs- und Studienorientierung ausreichend unterstützt fühlen. Es ist das Ergebnis einer einzelnen Schule und kein Wert für die ganze Region.
Daraus leitet der Ausschuss ab, dass Unternehmen, Schulen und weitere Partner enger zusammenarbeiten sollten. Praktische Erfahrungen sowie direkter Kontakt zu Ausbildungsbetrieben helfen Jugendlichen, ihre Stärken einzuschätzen. Die duale Ausbildung soll am Gymnasium als gleichwertiger Weg neben dem Studium auftauchen. Die Ausschussvorsitzenden Stephan Soldanski und Wolfgang Paus sagten: „Junge Menschen müssen frühzeitig die Möglichkeit erhalten, unterschiedliche berufliche Perspektiven kennenzulernen. Dazu gehören neben dem Studium ausdrücklich auch die vielfältigen Karrierewege einer dualen Ausbildung.“
Kontakt zur IHK
Fragen zum Thema beantwortet Juliane Hünefeld-Linkermann von der IHK unter Tel. 0541 353-410 oder per E-Mail an huenefeld-linkermann@osnabrueck.ihk.de.
Quelle: IHK Osnabrück, Emsland, Grafschaft Bentheim


