Geeste: Dänische Delegation bringt historisches Lagerschild zurück nach Dalum

Mehr als 35 Däninnen und Dänen haben mehrere Tage lang die Orte der früheren Emslandlager besucht. In Dalum gaben sie dabei ein Stück Lagergeschichte zurück: das Metallschild „Lager Dalum“, das seit 1967 in Dänemark lag.
Gedenkfahrt auf den Spuren der Häftlinge
Die Gruppe gehört zur Neuengammeforeningen, einer dänischen Vereinigung, die an Widerstandskämpfer aus Dänemark erinnert, die im KZ Neuengamme und dessen Außenlagern gefangen waren. Ausgangspunkt der Reise war Meppen. Auf dem Programm standen die Gedenkstätte Esterwegen, die Begräbnisstätte Esterwegen, die Gelände der früheren Lager I Börgermoor und IX Versen, wo heute eine Justizvollzugsanstalt steht, und der Erinnerungsort „Lager XII Dalum“. In Versen trugen Marianne Rüsz und Finn Verner Nielsen aus der Delegation auf Deutsch zur Geschichte des Lagers vor. Abgeschlossen wurde die Studienfahrt mit einem Gedenken in Osnabrück an 35 Dänen, die dort als Häftlinge der 5. SS-Eisenbahnbaubrigade festgehalten wurden.
Vom Museumsdepot zurück an den Trafoturm
In Dalum übergab Ole Blædel das Schild an Bürgermeister Helmut Höke und Dr. Martin Koers, den Archivar der Gemeinde und Co-Leiter der Gedenkstätte Esterwegen. „Heute ist die Geschichte wieder dort angekommen, wo sie hingehört“, sagte Blædel.

Ein früherer Häftling hatte das Schild 1967 bei einer Gedenkfahrt abgenommen und mit nach Dänemark genommen, wo es Jahrzehnte im Depot des Dänischen Nationalmuseums lag. Dass es nun zurückkommt, haben das Nationalmuseum, das Museum des Frøslev-Lagers, die Neuengammeforeningen und Martin Koers miteinander abgestimmt. Das Original oder eine genaue Nachbildung soll wieder am Trafoturm des ehemaligen Lagers hängen.
Nach der Übergabe gedachte die Delegation zusammen mit Vertretern der Jysk Forening fra Frihedskampen 1940–1945 der Opfer und legte an der Kriegsgräberstätte in Dalum-Rull Kränze und Blumen nieder.

Quelle: Gemeinde Geeste


