Dörpen

Dörpener Feuerwehren üben für den Ernstfall: Vegetationsbrände im Fokus

Löschfahrzeug setzt beim Pump-and-Roll-Verfahren Wasser gegen einen Vegetationsbrand ein
Nutzen des Pump & Roll zum Löschen eines Brandes.

Trockene Sommer, mehr Risiko: Weil Vegetationsbrände in Wäldern, Mooren und auf Feldern durch längere Trockenperioden und steigende Temperaturen zunehmen, haben sich 30 Feuerwehrleute aus Dersum, Dörpen, Heede und Kluse jetzt gezielt darauf vorbereitet. Bei einer Schulung mit der internationalen Hilfsorganisation @fire stand nach einem theoretischen Teil vor allem die praktische Anwendung im Mittelpunkt.

Gorgui-Tool, Löschrucksack und Pump & Roll

Geübt wurde der Umgang mit Spezialwerkzeug wie dem Gorgui-Tool und mit Löschrucksäcken, die sich besonders für kleinere Brandstellen und Glutnester eignen. Dazu kam das sogenannte Pump & Roll: Während das Löschfahrzeug langsam fährt, gibt es Wasser ab, sodass größere Vegetationsflächen effizient bearbeitet werden können. Geübt wurde dabei vor allem, wie Fahrzeug, Maschinist und Einsatzkräfte zusammenspielen.

Feuerwehrkräfte üben den Einsatz von Handwerkzeug bei der Vegetationsbrandbekämpfung
Einsatz von Handwerkzeug im Vegetationsbrand.

Dersum wird Stützpunkt, Faltbehälter sichern Wasserversorgung

Die Samtgemeinde hat in den vergangenen Jahren gezielt in Ausstattung und Ausbildung investiert: Alle vier Ortsfeuerwehren verfügen inzwischen über Schlauchmaterial, Löschrucksäcke und Handwerkzeug für die Vegetationsbrandbekämpfung. Die Stützpunktfeuerwehr Dersum wird zusätzlich für größere, überörtliche Einsätze ausgebaut, unter anderem mit Kreisregnern, mit denen sich Schutzstreifen gezielt bewässern lassen. Für die Wasserversorgung stehen in Dersum und Dörpen je ein mobiler 5.000-Liter-Faltbehälter bereit, der direkt an der Einsatzstelle aufgebaut werden kann.

Feuerwehrkräfte üben den Einsatz von Löschrucksäcken bei einem Vegetationsbrand
Einsatz von Löschrucksäcken.

Vegetationsbrände gelten als besondere Herausforderung, weil sich Einsatzstellen über große, schwer zugängliche Flächen erstrecken und je nach Wind, Trockenheit und Bewuchs schnell verändern können. Die gemeinsame Übung der vier Ortsfeuerwehren sollte deshalb vor allem eines festigen: ein einheitliches Vorgehen, wenn es im Ernstfall schnell gehen muss.

Quelle: Samtgemeinde Dörpen/Feuerwehr

Mehr anzeigen
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"