Zwei Stunden im Sternenland: Warum uns ausgerechnet der Lärm überrascht hat

Wer mit Kindern schon einmal einen Hallenspielplatz verlassen hat und danach erst mal Ruhe brauchte, kennt das Problem. Im Kinder-Sternenland an der Boschstraße war das anders, obwohl die Halle gut gefüllt war.
Reden war die ganze Zeit möglich
Es war laut, klar. Aber die Geräuschkulisse blieb erträglich, Gespräche am Tisch funktionierten durchgehend. Bei 3.000 Quadratmetern Halle und vielen Kindern gleichzeitig ist das keine Selbstverständlichkeit, und für begleitende Erwachsene macht es einen spürbaren Unterschied.
Stoppersocken sind hier keine Formsache
Der Betreiber schreibt rutschfeste Socken für alle Besucher vor. Wir würden das ernster nehmen als anderswo: Wir empfanden den Boden als deutlich rutschig. Mit einem Kleinkind, das gerade sicher läuft, ist das ein Punkt, den man vorher wissen möchte.
Was uns im Kleinkinderbereich gestört hat
Dort steht eine Rutsche, auf der Schlitten über Rollen laufen. Wir haben beobachtet, dass Kinder ohne Schlitten rutschten und dabei direkt über die Rollen fuhren. Das halten wir für ein vermeidbares Risiko. Nicht weil das Gerät schlecht wäre, sondern weil die Nutzung ohne Schlitten offenbar nicht ausgeschlossen ist. Ein deutlicher Hinweis am Gerät würde vermutlich reichen.
Wir haben vor Ort beim Personal nachgefragt, ob die Rutsche auch ohne Schlitten benutzt werden darf. Eine Erklärung dazu bekamen wir nicht.

Genug Platz für verschiedene Altersgruppen
Klettern, rutschen, toben: Die Halle ist großzügig aufgeteilt, mehrere Bereiche lassen sich parallel nutzen, für kleinere Kinder gibt es einen eigenen Bereich. Von den Sitzplätzen aus behält man die Spielbereiche gut im Blick. Kindergeburtstage sind möglich.
Kleine Gerichte zu kleinen Preisen
Essen und Trinken gibt es vor Ort. Die kleinen Mahlzeiten haben uns geschmeckt, und die Preise blieben familienfreundlich, was in einem Freizeitbetrieb nicht selbstverständlich ist. Für eine Familie, die einen Nachmittag bleibt, macht das am Ende einen spürbaren Unterschied.
Kindergeburtstag ab 16 Euro pro Kind
Wer hier feiert, zahlt je nach Menü 16 oder 17 Euro pro Kind. Enthalten sind der Eintritt, ein Fahrtchip für die Go-Karts, ein Getränk mit 0,2 Litern und die Tischreservierung. Für 16 Euro gibt es Pommes oder Nudeln mit Tomatensoße, für 17 Euro Pommes mit Hamburger oder Chicken Nuggets. Ab fünf Kindern kommen bis zu zwei Erwachsene kostenlos mit hinein.
Gemessen am regulären Kindereintritt von 11,50 Euro ist das ein fairer Aufschlag. Zwei Dinge sollte man vorher wissen: Das Geburtstagskind zahlt zwar keinen Eintritt und bekommt ein Geschenk, sein Menü ist aber nicht inklusive. Und Menüs gibt es erst ab fünf Kindern, das Mindestalter liegt bei drei Jahren.
Kuchen ja, Kerze nein
Eigene Speisen sind nicht erlaubt, ausgenommen Kuchen, Süßigkeiten und Obst. Konfettikanonen und Kerzen bleiben ebenfalls draußen. Wer also die Kerze auf dem Kuchen fest eingeplant hat, muss umdisponieren. Der Tisch sollte einige Tage vorher reserviert werden.

Nebenbei beobachtet: die Bildschirme
An mehreren Tischen saßen Erwachsene mit dem Handy, während ihre Kinder unterwegs waren. Auffällig war, dass mehrere Kinder zu den aufgestellten Bildschirmautomaten liefen und dort blieben. Ein fest installiertes Gerät mit Bildschirm scheint anders wahrgenommen zu werden als ein Smartphone, obwohl beides mit denselben Reizen arbeitet. Kein Vorwurf an irgendjemanden, nur eine Szene, die hängen blieb.
Das Praktische
Kinder unter zwei Jahren kommen kostenlos rein, bis 18 Jahre kostet der Eintritt 11,50 Euro, Erwachsene zahlen 7 Euro. Ab 17 Uhr gilt in der Happy Hour der halbe Preis. Geöffnet ist regulär ab 13.30 Uhr, in den niedersächsischen Schulferien schon ab 9.30 Uhr, jeweils bis 19 Uhr. Adresse: Boschstraße 30 in Papenburg, Telefon 04961 982626.
Grundlage des Textes ist ein eigener Besuch, ergänzt um Angaben des Betreibers. Fotos: el-news.de, nachträglich bearbeitet.


