Zurück nach Papenburg: Inselfähre „Frisia I“ wird bei MEYER RE zum Hybridschiff

1970 wurde die „Frisia I“ auf der Meyer Werft in Papenburg gebaut, gut ein halbes Jahrhundert später kehrt sie für einen großen Umbau ins Emsland zurück. MEYER RE, ein Unternehmen der Familie Meyer, rüstet die Norderney-Fähre auf einen diesel-elektrischen Hybridantrieb um.
Zehn Millionen Euro für Antrieb und Salon
Den Vertrag haben die AG Reederei Norden-Frisia und MEYER RE am 22. Oktober 2026 in Norddeich unterschrieben. Die Reederei investiert rund zehn Millionen Euro, davon trägt der Bund über das Förderprogramm „Nachhaltige Modernisierung von Küstenschiffen“ rund 2,5 Millionen Euro. Umgebaut wird von September 2027 bis zum 1. März 2028, anschließend geht die Fähre zurück auf ihre Linie zwischen Norddeich und Norderney.
So funktioniert der neue Antrieb
Der mittlere Propeller wird künftig elektrisch angetrieben, die beiden Schottel-Antriebe bekommen sparsamere Dieselmotoren. Strom liefert eine Batterieanlage mit 1.200 Kilowattstunden, die auch das komplette Bordnetz versorgt. Die zwei alten Dieselgeneratoren werden ausgebaut. Aufgeladen wird überwiegend mit Solarstrom aus Anlagen der Reederei. Unterm Strich soll die „Frisia I“ mehr als 40 Prozent weniger Kraftstoff verbrauchen und jährlich bis zu 400 Tonnen weniger CO₂ ausstoßen.

Auch drinnen wird es moderner
Fahrgäste merken den Umbau vor allem im Salon: Er wird heller gestaltet und bekommt ein neues LED-Lichtkonzept, dazu wird die Elektro- und Netzwerktechnik an Bord erneuert. Für Dr. Jan Meyer zählt dabei auch, dass der Auftrag in der Region bleibt.
Quelle: MEYER RE GmbH


