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Zittersieg mit zehn Mann: Spelle-Venhaus gewinnt in Egestorf

Adrian Lenz vom SC Spelle-Venhaus im weißen Trikot im Zweikampf mit einem Gegenspieler in Schwarz
Adrian Lenz rückte in Egestorf in die Startelf (Archivbild). Foto: SC Spelle-Venhaus

Zehn Speller gegen elf Gastgeber, fast 20 Minuten lang: Der SC Spelle-Venhaus hat beim 1. FC Germania Egestorf-Langreder einen 1:0-Vorsprung mit einem Mann weniger über die Zeit gerettet. Das Tor erzielte Moritz Pauli nach 57 Minuten.

Gelb-Rot für Golkowski

Die heiße Phase begann in der 74. Minute. Felix Golkowski, gerade einmal sechs Minuten zuvor verwarnt, sah von Schiedsrichter Maron Arends die Ampelkarte. Die Elf von Trainer Boris Besovic, die nach der Pause einige Abschlüsse verzeichnet hatte, war nun in Überzahl. Spelle hielt dagegen und brachte den knappen Vorsprung über die Zeit. In der Nachspielzeit glichen sich die Zahlenverhältnisse wieder an: Egestorfs Joker Hannes Milan, in der 35. Minute gekommen, flog ebenfalls mit Gelb-Rot vom Platz.

Hupe setzt auf die Pokal-Joker

Trainer Henry Hupe hatte vor dem Anpfiff im Stadion an der Ammerke ungewohnt viel verändert. Wer beim 4:1 im Pokal gegen Lüneburg von der Bank gekommen war, durfte diesmal beginnen: Adrian Lenz, Jan Popov, Artem Popov und Jan-Luca Ahillen. Benjamin Evers, Tom Winnemöller, Sebastian Kehl und Anton Popov rückten dafür vorerst auf die Bank.

Lenz hatte dann auch die ersten Gelegenheiten, zunächst in der fünften Minute, später nach einem Pauli-Freistoß. Egestorfs Torwart Emil Strauch war aber ebenso auf dem Posten wie Spelles Mattis Niemann gegen Luka Klimek. Torlos ging es in die Kabinen.

Kurz vor der Stunde schlug dann Paulis Spezialität zu: Standards. Nach einer Ecke köpfte der Verteidiger zum 1:0 ein, nachdem er schon zuvor zweimal nach einem ruhenden Ball getroffen hatte.

Seltener Erfolg gegen den Angstgegner

Wie wertvoll der Sieg ist, zeigt die Statistik. In 16 Duellen zuvor hatte Spelle 13-mal gegen Egestorf-Langreder verloren und nur zweimal gewonnen. Auswärts gelang erst zum zweiten Mal ein Dreier, das letzte Mal vor knapp zwölf Jahren. Damit bleibt der SCSV in der Spitzengruppe der Oberliga Niedersachsen.

Weiter geht es am Sonntag, 18. Oktober, um 15 Uhr beim Aufsteiger SC Hemmingen-Westerfeld.

Spelle-Venhaus: Niemann, Höpfner, Pauli, Jesgarzewski, Meier (88. Krone), Jan Popov (90.+1 Wulkotte), Ahillen, Golkowski, Benke (62. Evers), Artem Popov (69. Winnemöller), Lenz (77. Kehl).

Quelle: SC Spelle-Venhaus

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