Grafschaft BentheimUmwelt & Gesundheit

Schlaganfall-Versorgung: EUREGIO-KLINIK holt Thrombektomien in die Grafschaft

Pressefoto zur neuen Neuroradiologie der EUREGIO-KLINIK in Nordhorn
Pressefoto: EUREGIO-KLINIK

Wer in der Grafschaft Bentheim einen Schlaganfall mit Verschluss eines großen Hirngefäßes erleidet, musste bislang in eine spezialisierte Klinik außerhalb des Landkreises verlegt werden, etwa nach Meppen, Ibbenbüren oder Münster. Das soll sich ändern: Die EUREGIO-KLINIK in Nordhorn baut eine eigene Sektion für Neuroradiologie auf und will dort ab Ende des ersten Quartals 2027 Thrombektomien durchführen, den hochspezialisierten Eingriff zur Wiedereröffnung verschlossener Hirngefäße.

Der Landkreis Grafschaft Bentheim unterstützt das insgesamt rund 4,5 Millionen Euro teure Projekt mit 2,3 Millionen Euro. Landrat Uwe Fietzek: „Wenn Schlaganfallpatientinnen und -patienten künftig direkt hier vor Ort behandelt werden können, kann das im Ernstfall entscheidend für ihren weiteren Lebensweg sein.“

Geleitet wird die neue Sektion von Mouhammed Korkin Omar. Nach seinen Angaben kommt bereits heute durchschnittlich mindestens ein Patient pro Woche für eine Thrombektomie infrage, das Einzugsgebiet der Klinik reiche zudem über die Grafschaft hinaus. Chefarzt der Neurologie Stefan Probst verweist auf die Dringlichkeit: Mit jeder Minute, in der ein Hirngefäß verschlossen bleibt, sterben nach seinen Angaben rund 1,9 Millionen Nervenzellen ab. Künftig lassen sich Diagnose per Computertomografie und Eingriff unter einem Dach anbieten.

Quelle: EUREGIO-KLINIK Grafschaft Bentheim

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