SC Spelle-Venhaus verabschiedet Leon Gensicke mit zehn Minuten gegen Osnabrück

Eigentlich war er für das Testspiel gegen den VfL Osnabrück gar nicht eingeplant. Trotzdem durfte Leon Gensicke zehn Minuten ran. Es war sein letzter Auftritt im Trikot des SC Spelle-Venhaus.
Der 29-jährige Offensivspieler verlässt Spelle aus beruflichen Gründen. In Berlin tritt er eine Vertretungsstelle als Sportlehrer an, weil dort das duale Studium für Lehramtsstudierende im Master eingeführt wurde. Nach der 3:5-Niederlage gegen den Zweitligaaufsteiger brachte ihn Mitspieler Marvin Kehl nach Hannover, von dort ging es weiter in die Hauptstadt.
Ein Jahr in Spelle
Gensicke war im August 2025 zum SCSV gestoßen und kam auf 18 Einsätze. Vorher spielte er unter anderem für Preußen Münster II, Wattenscheid 09, den SV Schermbeck und Westfalia Rhynern. Bei den Preußen wurde er ausgebildet, gemeinsam mit dem heutigen Speller Trainer Henry Hupe.
Dass er in dieser Saison keine große Rolle mehr spielen würde, war ihm nach Gesprächen mit Hupe und Sportchef Tobias Harink klar. Verärgert habe ihn das nie, sagte Gensicke, er sei zu jeder Trainingseinheit gekommen, die möglich war. Über die Mannschaft sagte er: „Das sind einfach Freunde geworden.“
Trikot mit der 26
Zum Abschied überreichte ihm der Verein ein Trikot mit seiner Rückennummer und den Unterschriften des Teams. Es soll in seiner Berliner Wohnung einen Ehrenplatz bekommen. Ob er dort noch einmal Fußball spielt, ist offen. Bei der Icon-League hat er sich beworben und ein Probetraining absolviert, eine Antwort steht noch aus.
Quelle: SC Spelle-Venhaus


