Leon Dosquet verlässt den SC Spelle-Venhaus – Wechsel zum Liga-Rivalen Vorwärts Nordhorn

Kurzfristig gibt es eine Veränderung im Kader des Fußball-Oberligisten SC Spelle-Venhaus: Abwehrspieler Leon Dosquet wechselt zum Grafschafter Liga-Rivalen Vorwärts Nordhorn. Der 27-Jährige gehörte zu den dienstältesten Feldspielern der Schwarz-Weißen.
Sechs Jahre in Spelle
Dosquet war 2020 vom SV Meppen II zum SCSV gekommen. Zuvor hatte er für Eintracht Emmeln und das damalige JLZ Emsland gespielt, mit dessen U17 und U19 er jeweils in die Regionalliga aufstieg. Für Spelle bestritt der 1,96 Meter große Innenverteidiger 151 Pflichtspiele, darunter 28 in der Regionalliga und zehn im Niedersachsenpokal, und erzielte vier Tore. Nur vier Spieler im aktuellen Kader – Artem Popov, Bernd Lichtenstein, Steffen Wranik und Mattis Niemann – sind länger dabei als Dosquet. Sein Vater Frank spielte schon vor Jahrzehnten für die Schwarz-Weißen.
Mehr Spielzeit als Wechselgrund
„Ich habe mich immer wohlgefühlt in Spelle“, sagt Dosquet über das Umfeld und die Mitspieler, mit denen er „so vielen Freunden zusammengespielt“ habe. In den ersten vier Pflichtspielen der laufenden Saison kam er jedoch nicht zum Einsatz. „Der Grund zu wechseln war bei mir auf jeden Fall nicht wegen der sportlichen Konkurrenzsituation“, betont er – noch vor wenigen Tagen habe er daran nicht gedacht. Weil er aktuell keine Perspektive sehe, aber unbedingt spielen wolle, habe er sich für den Wechsel entschieden. Wichtig war ihm eine Lösung, die von seinem Wohnort Haren und seinem Studienort Münster aus erreichbar ist – „und gern auch in der Oberliga Niedersachsen“. Der Aufsteiger Vorwärts Nordhorn biete sich dafür sportlich als beste Lösung an.
Bekannte Gesichter in Nordhorn
Bei Vorwärts trifft Dosquet auf Trainer Viktor Maier, der von 2013 bis 2016 selbst für den SV Meppen spielte. Mit Niklas Harms-Ensink, der in der ersten Saisonhälfte 2025/26 noch für den SCSV auflief, und mit Mannschaftskapitän Tom Hopp, mit dem er bereits beim JLZ Emsland zusammenspielte, kennt er zudem zwei Mitspieler.
Abschied im Guten
„Ich verlasse Spelle im Guten. Ich weiß wirklich, was ich am Verein hatte. Ich glaube auch, dass der Verein weiß, was er an mir hatte“, erklärt Dosquet, der mit dem SCSV die Niedersachsenmeisterschaft und den Aufstieg in die Regionalliga Nord gefeiert hat. Trainer Henry Hupe bezeichnet die Trennung als schade: „Leon ist ein super Typ, charakterlich top.“ Er könne aber verstehen, dass Dosquet mit seiner aktuellen Rolle nicht zufrieden sei, und drücke ihm die Daumen, dass er „die Spielzeit bekommt, die er sich erhofft“. Auch Sportlicher Leiter Tobias Harink bedauert den Abgang: Dosquet sei „ein verdienter und sowohl sportlich als auch menschlich anerkannter Spieler“, der sich bis zuletzt voll in den Dienst der Mannschaft gestellt habe. Der Wechsel sei fair und transparent abgelaufen, nachdem Dosquet kurzfristig mit dem Wunsch an den Verein herangetreten sei. Spelle wünscht ihm und seinem neuen Verein eine erfolgreiche Saison.
Quelle: SC Spelle-Venhaus
