AktuellHarenRegionalsport

Neues Emspark-Stadion in Haren (Ems) ist fertiggestellt

Derzeit kein Training im neuen Emspark-Stadion

Wenn man das neue Stadion betritt, fällt sofort eins ins Auge:

Die blaue Laufbahn. Eigentlich sollte heute Abend zum ersten Mal im fertig gestellten Emspark-Stadion trainiert werden. Aufgrund der verschärften Corona-Situation, fällt das Training leider aus.

Nahmen das fertige Emspark-Stadion in Augenschein: Maria Tieben, Vorsitzende des städtischen Ausschusses für Bauen und Planung, Bürgermeister Markus Honnigfort, Erster Kreisrat Martin Gerenkamp, Mirko Stark vom Osnabrücker Planungsbüro Pätzold + Snowadsky, Andrea Lembeck vom städtischen Bauaumt und Christian Lüske vom ausführenden Garten- und Landschaftsbauer Lüske aus Haselünne. Foto: Stadt Haren (Ems)

„Nun haben wir eine so gute und moderne Infrastruktur zum Trainieren geschaffen und die Athleten können es nicht nutzen. Ich kann verstehen, dass die Sportler ganz heiß auf das neue Stadion sind, aber bevor das Infektionsgeschehen es noch nicht zulässt, können wir das Stadion noch nicht zur Nutzung freigeben. Das ist uns einfach zu riskant“, so Harens Bürgermeister Markus Honnigfort.

Haren (Ems). Ende Oktober hat der Verwaltungsausschuss der Stadt Haren (Ems) die Benutzungsordnung für die Freisportanlage beschlossen und damit auch den Startschuss für das Training auf dem Emspark-Gelände geben können. Im Vorfeld war die Nutzung bereits vom Fachbereich Bildung, Kultur und Soziales der Stadt Haren (Ems) mit den Vereinen und Verbänden sowie den Schulen im Ort besprochen worden.

„Es ist ein Stadion für alle Bürgerinnen und Bürger, für Schülerinnen und Schüler und genauso für die Mitglieder der Sportvereine“, bestätigt Honnigfort weiter.

Für rund 1,4 Million Euro wurde das komplette Stadion erneuert

Es wurden vier 400m Laufbahnen und sechs Sprintbahnen aus Kunststoff errichtet. Das Besondere an den Bahnen ist die blaue Farbe, die als Wiedererkennung für die Stadt Haren (Ems) steht.

„Das blau steht als Zeichen für Wasser und somit für die Verbundenheit Harens mit der Schifffahrt“, erklärt der Bürgermeister.

Das Stadion wurde in der Wettkampfs-Kategorie C aufgebaut. Beim Umbau des Stadions sind gleichzeitig Leerrohre im Laufbahn-Bereich verlegt worden. Diese ermöglichen eine moderne Zeitnahme-Möglichkeit, bei der die Zeit der Läufer per Funk gemessen wird. Des Weiteren wurde eine Weit- und Dreisprunganlage, eine Hochsprunganlage sowie zwei Kugelstoßanlagen gebaut. In der Mitte des Stadions befindet sich ein Kunstrasen-Fußballspielfeld in einer Größe von 105 m x 68 m. Die Kork-Verfüllung und die Beregnungsanlage sorgen für bestmögliche Spielbedingungen auf dem Platz.

„Wenn die Beregnung auf die Wetterverhältnisse angepasst ist, sorgt sie für optimale Gleit- und Scherfestigkeit“, so Landschaftsbauarchitekt Mirko Stark vom Osnabrücker Planungsbüro Pätzold + Snowadsky.

Das Büro war im vergangenen Jahr mit der Überplanung des Sport-Geländes beauftragt worden. Umgesetzt wurde die Maßnahme vom Garten- und Landschaftsbauer Lüske aus Haselünne.

Versprüht Berliner Olympiacharme: die blaue Laufbahn des Harener Emspark-Stadion. Foto: Pätzold + Snowadsky

Gefördert wurde der Neubau des Stadions vom Landkreis Emsland

Im Oktober beschloss der Kreisausschuss eine Förderung über zwei Töpfe. Zum einen erhält die Stadt Haren (Ems) einen Zuschuss aus der Kreisschulbaukasse (144.240,00 €) und zum anderen Mittel aus der Sportförderung (151.700,00 €).

„Wir bedanken uns bei den Mitgliedern des Kreisausschusses für die Unterstützung“, so Honnigfort.

Ein Wehmutstropfen bleibt allerdings für die Sportler. Das Umkleidegebäude konnte in diesem Zuge der Arbeiten nicht mit erneuert werden, somit sind sie weiterhin nicht nutzbar.

„Wir bereiten gerade eine Ausschreibung für eine Übergangslösung in Form von Containern vor“, so Stadtbaurat Henrik Brinker. „Solange diese nicht stehen, können die Sportler sich nur zuhause umkleiden und duschen.“

Die Planungen für ein neues Umkleidegebäude sollen im kommenden Jahr angegangen werden.

Mehr anzeigen
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"