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JU im Gespräch über E-Sports

Lingen (Ems). In dem fünften Digitalen Stammtisch der Jungen Union (JU) Lingen war der 22-jährige Niklas Albers, E-Sports Abteilungsleiter beim SV Meppen, zu Gast.

Das Thema E-Sports ist ein immer größer werdender Bereich des Alltags

In Deutschland gibt es 1,6 Millionen E-Sport- Fans in der Altersgruppe der 21- bis 35-jährigen und 80 % der 14- bis 35-jährigen spielen selbst Videospiele. Gerade innerhalb der letzten Monate hat E-Sports durch Corona profitieren können. Anders als im Fußball mussten die Spiele nicht ausfallen und die verschiedenen Ligen konnten fortgesetzt werden.

Aufgrund der wachsenden Bedeutung des E-Sports hat die JU Albers, für den E-Sports eine Herzensangelegenheit ist, zu einem digitalen Gespräch eingeladen.

Im Jahr 2016 wurde beim SV Meppen die E-Sports-Abteilung, welche sich nur auf das Spiel Fifa konzentriert, gegründet. Seitdem konnte die Abteilung einige Erfolge verbuchen. Insbesondere bei regionalen Turnieren wird von den Spielern erwartet, dass diese ihre Spiele gewinnen. Albers betont, dass zwar die körperliche Belastung nicht wie beim Fußball gegeben ist, E-Sports aber eine mental anstrengende Sportart ist.

Trotz der großen Begeisterung unter den überwiegend jüngeren Menschen, gibt es laut Albers auch Kritikpunkte. In dem Spiel Fifa kann man sich mit Geld verschiedene Packs kaufen und so bessere virtuelle Spieler gewinnen. Dieses Pay-to-win-System führt zu Wettbewerbsverzerrungen, die durch klare Regelungen, wie zum Beispiel in Belgien, verboten werden können.

Zu wenig Unterstützung der Politik und des DFB

Albers wünscht sich, dass das Thema E-Sports mehr Aufmerksamkeit erhält. Die Turniere sollten häufiger im Fernsehen gezeigt werden und ein Sieg mit höheren Preisgeldern belohnt werden. Der DOSB (Deutscher Olympischer Sportbund) nimmt sich zwar der Idee des E-Sports an, erkennt aber immer noch nicht die Kernidee des E-Sports. So hat beispielsweise der DFB festgelegt, dass ein 3. Liga-Verein wie der SV Meppen nicht in die erste oder zweite virtuelle Bundesliga aufsteigen kann.

Auch seitens der Politik wird sich mehr Aktivität erhofft. Momentan seien allerdings nicht genügend Befürworter in der Politik vertreten, so Albers. Wunsch vieler E-Sportler ist die Unterstützung bei der Schaffung einer olympischen Perspektive, welche im Koalitionsvertrag der Regierung zugesichert wurde.

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