Komödie „Kunst” im Theater an der Wilhelmshöhe

Komödie „Kunst" im Theater an der Wilhelmshöhe Foto: Jürgen Frahm

Komödie „Kunst” im Theater an der Wilhelmshöhe
Foto: Jürgen Frahm

Mit Heinrich Schafmeister, Leonard Lansink und Luc Feit

Lingen. Das preisgekrönte Theaterstück der französischen Autorin Yasmina Reza kommt am Montag (20. Februar) um 20 Uhr auf die Bühne im Theater an der Wilhelmshöhe. Das Stück handelt von einer langjährigen Freundschaft dreier Männer, die durch ein Bild auf die Probe gestellt wird. Mit den Schauspielern Heinrich Schafmeister, Leonard Lansink und Luc Feit ist die Komödie hochkarätig besetzt.

Die gefeierte Theaterautorin Yasmina Reza beweist in „Kunst” ist ihr intuitives Gespür für Timing. Marc ist entsetzt: Sein Freund Serge hat sich ein Bild gekauft. Ein Ölgemälde, ganz in Weiß. Der Untergrund ist weiß, und wenn man die Augen zusammenkneift, kann man feine weiße Querstreifen erkennen. Aber es ist natürlich nicht irgendein Bild, sondern ein echter Antrios. Für 200.000 Francs. Geradezu ein Schnäppchen! Serge liebt das Bild. Natürlich erwartet er nicht, dass alle Welt es liebt, aber zumindest von seinem Freund Marc hatte er das erwartet. Marc ist verunsichert. Er zweifelt am Verstand seines Freundes und sucht als Verbündeten den gemeinsamen Freund Yvan. Doch Yvan findet, dass Serge mit seinem Geld machen kann, was er will. Bald geht es nicht mehr um die grundsätzliche Frage, was Kunst sei, sondern um das Bild, das die drei Freunde von den jeweils anderen hatten und das sie plötzliche in Frage stellen.

Theaterbesucher dürfen sich auf ein humorvolles Stück unter der Regie von Fred Berndt in einer Produktion des Euro Studios Landgraf freuen. Karten sind im Vorverkauf zum Preis von 18,50 Euro bis 23,50 Euro bei der Tourist Info (Tel. 0591 9144-144) und unter www.lingen.de erhältlich.

Terror – Gerichtsthriller von Ferdinand von Schirach

Terror - Gerichtsthriller von Ferdinand von Schirach Foto: o. A.

Terror – Gerichtsthriller von Ferdinand von Schirach Foto: o. A.

Darf der Staat zur Terrorabwehr töten? Major Lars Koch, Kampfjetpilot der Bundeswehr ist des 164-fachen Mordes angeklagt. Er hat einen vollbesetzten, von Terroristen gekaperten Airbus abgeschossen, der in die ausverkaufte Münchner Allianz-Arena stürzen sollte, in der 70.000 Zuschauer dem Länderspiel Deutschland-England entgegenfiebern. Ist Koch, der die Fußball-Fans retten wollte, schuldig, weil er 164 Menschen zum Objekt gemacht hat und damit deren Rechte und Menschenwürde verletzte? Darüber muss auch das Publikum urteilen.

Jeder Zuschauer erhält einen Stimmzettel, den er in einer Pause ausgefüllt zurückgeben muss.

Danach entscheidet sich, wie das Theaterstück weitergeht.
Sonntag, 11.12. 2016, Stadthalle, 18:00 Uhr
Eintritt: 24,20 € / 22,00 € / 17,60 € und ermäßigte Preise.

‚, Die lächerliche Finsternis “ im Theater an der Blinke in Leer

‚,Die lächerliche Finsternis“ im Theater an der Blinke in Leer. Foto o.A.

‚, Die lächerliche Finsternis “ im Theater an der Blinke in Leer. Foto o.A.

Am Donnerstag, dem 20.10.2016, präsentiert die Landesbühne Niedersachsen Nord im Theater an der Blinke, Blinke 39, 26789 Leer, um 19.30 Uhr,

„Die lächerliche Finsternis“ von Wolfram Lotz

Angelehnt an Joseph Conrads „Herz der Finsternis“ und Francis Ford Coppolas „Apocalypse Now“ erzählt Wolfram Lotz in ” Die lächerliche Finsternis ” von der Unmöglichkeit, das Fremde zu verstehen: Weil wir uns selbst nicht verstehen und eine Bühne am Ende immer eine Bühne bleibt.

Ein somalischer Pirat erzählt von den Fischgründen, die von den Flotten wohlhabenderer Länder leergefischt wurden. Zwei Bundeswehroffiziere reisen durch die Wildnis, auf der Suche nach einem Oberstleutnant, der zwei Kameraden getötet hat. Eingeborene, die sich in den Schutz von Blauhelmen begeben, werden von diesen an Unternehmer „vermietet“, um Rohstoffe für die globale Handyproduktion abzubauen.

Was bei Conrad der Kongo und bei Coppola Vietnam war, wird bei Lotz zur Wildnis, die Afghanistan heißt, aber ein Regenwald ist. Alles zerfließt, Länder, Namen, Gren-zen. Schuld und Unschuld verschwimmen. Und immer wieder durchbricht der Autor jede Theaterillusion. Er nimmt uns mit auf eine Weltreise, an deren Ende nur noch das Ich und seine Existenz stehen – im Dunkeln.