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Lingen hat erstmals mehr als 55.000 Hauptwohnsitze

Strukturdaten der Stadt im Rathaus vorgestellt

Lingen. Lingen wächst: 57.715 Einwohnerinnen und Einwohner leben derzeit mit Haupt- und Nebenwohnsitz in der Stadt an der Ems.

Die Demografiebeauftragte Kirsten Vogler und Oberbürgermeister Dieter Krone stellten die Strukturdaten der Stadt Lingen vor.

„Erstmals in der über 1000-jährigen Geschichte unserer Stadt sind mehr als 55.000 Bürgerinnen und Bürger mit Erstwohnsitz hier gemeldet“, sagte Oberbürgermeister Dieter Krone während eines Pressegesprächs.

„Rekordwerte, die zeigen, dass Lingen eine dynamische, wirtschaftliche und attraktive Stadt ist, die viele Menschen anzieht.“ Zusammen mit der Demografiebeauftragten Kirsten Vogler hatte das Stadtoberhaupt in das Rathaus eingeladen, um die aktuellen Strukturdaten vorzustellen.

Entgegen dem landesweiten Trend könne Lingen einen Bevölkerungszuwachs von mehr als acht Prozent in den letzten zehn Jahren verzeichnen, erklärte Oberbürgermeister Dieter Krone während des Gesprächs. Seit 2010, also in einem Zeitraum von zehn Jahren, haben damit über 4.000 neue Bürgerinnen und Bürger ihren Hauptwohnsitz nach Lingen verlegt.

Dabei seien die gestiegenen Einwohnerzahlen alles andere als eine rein statistische Größe, sondern bedeuten vielmehr eine enorme finanzielle Zuwendung, so das Stadtoberhaupt.

„Als Stadt profitieren wir dreifach”:

“Wir bekommen vom Land pro zusätzlichen Einwohner mit Hauptwohnsitz einen höheren Finanzausgleich sowie höhere Anteile an der Einkommenssteuer verrechnet. Zudem wirken sich die Einwohnerzahlen auch bei den Umsatzsteueranteilen aus“, erläuterte Dieter Krone. „Alles in allem sehr positive Nachrichten für unsere Stadt, die ich auch als Bestätigung sehe, dass wir gemeinsam mit Rat und Verwaltung die richtigen Akzente für Lingen gesetzt haben.“

Im Innenstadtbezirk und den Stadtteilen leben mit 27.861 Bürgerinnen und Bürgern fast die Hälfte aller Lingener. In den Ortsteilen verzeichnet Laxten mit 7.215 Personen die höchste Einwohnerzahl, gefolgt von Darme mit 4.182 und Holthausen-Biene (3.313). Clusorth-Bramhar (868) und Brockhausen (166) weisen die niedrigsten Einwohnerzahlen aus. „122 Nationen sind in Lingen zuhause“, ergänzte Kirsten Vogler.

„Dass die steigenden Einwohnerzahlen eine große Bedeutung haben, lässt sich beispielsweise auch an der gestiegenen Nachfrage nach Kitaplätzen ablesen“, so Oberbürgermeister Dieter Krone. „Doch wir können derzeit eine 100-prozentige Versorgung in diesem Bereich vermelden: Für jedes Kind steht ein Kitaplatz zur Verfügung.“

So habe ein Haushaltsschwerpunkt der letzten Jahre immer auf dem Ausbau der Kapazitäten in diesem Bereich gelegen.

„Mit dem Neubau der Kita am Kiesbergwald konnten wir bereits Platz für 90 Kinder in sechs Krippengruppen schaffen.“

Derzeit entstehe neben dem Spielplatz auch der Neubau der Kita II am Kiesbergwald

Dort werden sechs Kita- beziehungsweise Krippengruppen entstehen, in denen weitere 150 Kinder betreut werden können. Die Fertigstellung ist für August 2021 geplant.

Kirsten Vogler ergänzte, dass parallel zu den Kitas auch die Schulen in städtischer Trägerschaft kontinuierlich ausgebaut und beispielsweise für den Ganztagsbetrieb fit gemacht werden.

„Die Schülerzahlen an den Grundschulen pendeln sich auf ca. 2000 ein“, so die Demografiebeauftragte. Auch im Sekundarbereich II könne die Stadt Lingen eine vielfältige Schullandschaft anbieten: „Neben 16 Grundschulen, einer Internationalen Schule, einer Gesamtschule, einer Haupt- und Realschule sowie einer Oberschule sind zwei Gymnasien, Berufsbildende Schulen, Fachschulen und Förderschulen vor Ort“, sagte der Oberbürgermeister. Und auch der Hochschulstandort Lingen sei stetig gewachsen. „Innerhalb von zehn Jahren sind die Studierendenzahlen von ca. 1.500 auf 2.400 angestiegen – ein klares Indiz für die Attraktivität des Hochschulstandort Lingen, der mit dem Bau des neuen Laborgebäudes weiter an Profil gewinnt.“

Was den Wohnbausektor angehe, so wachse mit der Bevölkerung natürlich auch die Zahl der Wohnungen in Lingen. „Der Wohnungsbestand in Lingen ist innerhalb von sieben Jahren um 2.636 gestiegen“, so Kirsten Vogler.  „Wir sind uns sehr bewusst, dass die Nachfrage nach Wohnraum nach wie vor sehr groß ist“, ergänzte Dieter Krone. Deshalb werde die Stadt Lingen auch in den nächsten zwei Jahren mehr als 700 neue Bauplätze vergeben“, so der Oberbürgermeister abschließend.

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