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Papenburg sorgt für mehr bezahlbaren Wohnraum

„Sobald die Baugenehmigung erteilt ist, werden wir mit unseren Bauvorhaben beginnen und diese zügig umsetzen“

Das berichten zwei der drei Investoren bei einem gemeinsamen Pressetermin am Freitagvormittag. Der dritte Bauherr will dann im nächsten Frühjahr starten.

 

Auf die Umsetzung der Projekte freuen sich von links Fachbereichsleiter Heinz Walker, Volker Schomaker (SD Invest Invest Dörpen GmbH), Bürgermeister Jan Peter Bechtluft, Naim Bem Mimoun, Architekt, Mario Quant (beide Quandt & Santen Projektentwicklung GmbH & Co.), Erwin Brink (Brink und Partner), Stadtbaurat Rautenberg und Grietje Werkmeister.

 

Auf den drei Grundstücken werden dann im neuen Baugebiet zwischen Splitting rechts, Bethlehem links und Rheiderlandstraße insgesamt 41 Wohnungen entstanden sein, von denen 26 die Kriterien des „Bezahlbaren Wohnraums“ erfüllen.

In den vergangenen Jahren haben stetig steigende Baupreise in Kombination mit einer Mietpreisbindung dazu geführt, dass immer mehr staatlich geförderte Wohnungen vom Markt verschwunden sind und nicht in ausreichendem Umfang neu errichtet wurden.

Die Stadt Papenburg hat es sich politisch zur Aufgabe gemacht, dieser Entwicklung entgegenzuwirken, und hat den Versuch gewagt, mit einem individuellen „Papenburger Modell“ neue Anreize für bauwillige Investoren zu schaffen.

„Wir haben drei Grundstücke angeboten und konnten drei Investoren bzw. Investorengemeinschaften finden, die sich für jeweils ein Grundstück interessiert haben. Darüber sind wir sehr froh und freuen uns auf die gemeinsame Umsetzung der Bauvorhaben“, sagt Bürgermeister Jan Peter Bechtluft im Rahmen des Pressetermins.

Im Baugebiet des Bebauungsplanes Nr. 264 „Wohnen Zwischen Betlehem, Splitting und Rheiderlandstraße“ wurde in diesem Jahr ein sogenanntes „Interessenbekundungsverfahren“ durchgeführt.

„Für die Investoren spielt insbesondere eine tragfähige Gesamtfinanzierung eine große Rolle“, berichtet Fachbereichsleiter Heinz Walker vor Ort. „Aus diesem Grunde wurde bewusst ein niedriger Gesamtkaufpreis angesetzt. Darüber hinaus haben in vielen Gesprächen detaillierte Planungen und Absprachen stattgefunden, um nun auch in die Realisierung einsteigen zu können.“

Um auch dem Klimaschutz Rechnung zu tragen, dürfen beispielsweise keine Steingärten, Kiesbeete oder Folien an rückwärtigen Grabenböschungen zum Einsatz kommen. Die Errichtung von Doppelstabmatten-Zäunen ist ebenfalls nicht erlaubt.

Eine Einfriedung der Grundstücke mit lebenden Hecken ist vorgeschrieben

Auch besonders effiziente energetische Bauweisen sind Gegenstand der Einzelprojekte. So kommen beispielsweise Erdwärmetauscher und Energiespeicher für PV-Anlagen zum Einsatz. Dies wirkt sich auch unmittelbar auf die finanzielle Belastung der zukünftigen Mieter aus: Neben der reduzierten Kaltmiete können auch die Nebenkosten dauerhaft auf einem niedrigen Niveau gehalten werden.

Von den 41 Wohnungen werden 14 in einer Größe bis 50 qm geplant und weitere 19 in einer Größe bis 60 qm. Lediglich 8 Wohnungen sind größer als 60 qm. Auf diese Weise wird der steigenden Nachfrage nach Singlewohnungen und nach Wohnraum für Zwei-Personen-Haushalte begegnet.

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