Bildung & SozialesBücher & TrendsEmslandHaren

Kapellensanierung schafft Rahmen für eine zeitgemäße Bestattungskultur

Die umfangreichen Erweiterungs- und Sanierungsarbeiten an der Friedhofskapelle in Tinnen sind abgeschlossen.

Das städtische Gebäude wurde nun im Rahmen einer kleinen Einsegnungsfeier wieder seiner Bestimmung übergeben. Coronabedingt erfolgte die Einsegnungsfeier im kleinsten Kreis mit Vertretern aus Kommune, Ortschaft und örtlicher Kirchengemeinde. Den Segen spendete Pfarrer Tobias Kotte.

 

Nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen wurde die Friedhofskapelle in Tinnen eingesegnet.

 

Haren (Ems)

„Die Kapelle ist kaum mehr wiederzuerkennen“, lobte Bürgermeister Markus Honnigfort das Sanierungskonzept von Architekt Reinhold Holterhaus.

Durch einen Anbau mit entsprechender Bestuhlung wurde die Nutzungsfläche der Kapelle vergrößert, so dass künftig die engsten Familienangehörigen in der Aussegnungshalle Platz finden. An dem Anbau befindet sich zudem ein neues Vordach, unter dem sich bei schlechter Witterung weitere Trauergäste sammeln können.

Auch die Gebäudesubstanz wurde ertüchtigt

Fenster und Außentüren wurden ausgetauscht und die Elektrik mitsamt Beleuchtung und Heizungstechnik grundlegend erneuert. Für Besucher des angrenzenden Friedhofs wie für Trauergäste steht nun ein barrierefrei zugängliches WC zur Verfügung, das von außen zugänglich ist. Im Innern der Kapelle sorgen überarbeitete Fußbodenbeläge und frisch gestrichene Wände für eine ansprechende Optik. Buntglaselemente in den neuen Fenstern unterstreichen den pietätvolle Charakter einer Friedhofskapelle.

Das Ergebnis der Sanierung überzeugte auch Ortsvorsteherin Maria Tieben und die übrigen Gäste. „Die Friedhofskapelle bietet jetzt wieder einen würdigen Rahmen, um Bestattungen in unserer Ortschaft durchzuführen. Die Dorfgemeinschaft ist darüber sehr froh“, so Tieben. Mit dem rund 140.000 Euro teuren Umbau ist nach dem Kapellenneubau am Ostereschweg nun die zweite städtische Friedhofskapelle modernisiert worden.

Auch für die städtischen Kapellen in Rütenbrock und Wesuwe liegen bereits Sanierungskonzepte vor, die sich jedoch noch in der Abstimmung mit den örtlichen Kirchengemeinden befinden. Darüber hinaus wurde der kath. Kirchengemeinde St. Marien in Erika ein städtischer Zuschuss in Höhe von 120.000 Euro zur Sanierung der dortigen Friedhofskapelle gewährt.

„Es geht nicht nur darum, die Gebäudesubstanz und Funktionalität der Gebäude zu verbessern, es soll auch eine zeitgemäße Bestattungskultur ermöglicht werden“, so Honnigfort.

Mehr Platz für die Trauernden und eine zurückhaltende Raumgestaltung seien darum wichtige Bestandteile des Sanierungskonzeptes für die Friedhofskapellen, das die Stadt seit 2013 schrittweise umsetze.

Mehr anzeigen

Schreibe einen Kommentar

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"

Werbeblock erkannt

Bitte unterstützen Sie uns, indem Sie Ihren Werbeblocker deaktivieren